📷 Bild: Wikimedia Commons
Hauptsynagoge
ehemalige Synagoge in Frankfurt am Main
Die Hauptsynagoge stand in der Börnestraße, der ehemaligen Judengasse in Frankfurt am Main. Sie war das Zentrum der liberalen jüdischen Reformbewegung und wurde 1855 bis 1860 erbaut. Nach der Zerstörung im November 1938 wurde das Gebäude abgerissen, und die Steine wurden für eine Mauer am Hauptfriedhof verwendet. An ihrer Rückseite lag die Allerheiligenstraße, und die Synagoge war um 15 Grad verdreht, da die Straßen nicht parallel verliefen. Die Hauptsynagoge war ein repräsentativer Neubau aus rotem Mainsandstein mit gotischen, maurischen und byzantinischen Elementen. Die Fassade zeigte eine Mischung aus englischer neogotischer und islamischer Architektur, mit Hufeisenbögen und einer geschwungenen Zwiebelkuppel. Im Inneren gab es eine Kanzel, eine Orgel und Sitzplätze für 1020 Menschen. Die Innenausstattung spiegelte die liturgischen Praktiken der Reformbewegung wider. Die Synagoge stand am südlichen Ende der Börnestraße, 50 Meter westlich der heutigen Einmündung der Allerheiligenstraße. Die Umgebung wurde durch Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg stark zerstört. Heute erinnert eine Gedenktafel an der Rückseite des Hauses Kurt-Schumacher-Straße 41 an die Synagoge. In der Passage zwischen Kurt-Schumacher-Straße und An der Staufenmauer ist eine Informationswand mit Abbildungen der Synagoge zu finden.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Synagoge, abgegangene Synagoge, Hauptsynagoge
- Ort
- Frankfurt am Main
- Erbaut
- 1855
- Baustil
- Eklektizismus
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