📷 Bild: Wikimedia Commons
Soufflenheim
französische Gemeinde
Soufflenheim liegt inmitten einer hügeligen Wald- und Feldlandschaft im Rheinatal, etwa 15 Kilometer östlich von Haguenau. Der Rhein fließt 5 Kilometer östlich des Ortes, während der Forêt de Haguenau westlich und nördlich des Gemeindegebiets verläuft. Die Gemeinde wird im Norden vom Eberbach durchquert, der hier den Fallgraben speist. Südlich von Straßburg beginnt die Elsässer Weinstraße. Die Verkehrsanbindung erfolgt über zwei Buslinien, die den Ort mit Haguenau und Rastatt verbinden. Die Töpferei in der Region ist seit der Bronzezeit bekannt, wobei die Gallier und Römer möglicherweise die Lehmgruben nutzten. Im 9. Jahrhundert wurde ein Gotteshaus auf dem Kirchberg errichtet, das heute nicht mehr existiert. 1147 wurde Soufflenheim erstmals urkundlich erwähnt, als Friedrich I. Barbarossa den Töpfern die Ausbeutungsrechte an den Lehmgruben gewährte. In der späten Neuzeit erlitt die Töpferei einen Niedergang, da Weinbau und Tourismus die Handwerksbranche verdrängten. Die Pfarrkirche St. Michel aus dem 19. Jahrhundert ist eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten, deren Deckenfresken 1945 zerstört wurden. Erhalten sind Holzskulpturen und ein Keramik-Kreuzweg von Léon Elchinger. Die Töpfereien entlang der Grand' Rue und in Seitenstraßen sind die Hauptattraktion. Die Keramik wird in traditionellen Farben wie Rostbraun und weißer Margeritendekor hergestellt, aber auch in anderen Farben und Dekoren. Die Confrérie des Artisans Potiers de Soufflenheim garantiert die Herkunft der Waren aus der Gemeinde.
Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber
- Art
- Gemeinde in Frankreich
- Ort
- Bas-Rhin
- Seehöhe
- 138 m
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