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Bodendenkmal in Eichendorf, #D-2-7343-0435

Untertägige Befunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit im Bereich des abgegangenen befestigten Hofmarkschlosses in Reichstorf.

Das Schloss Reichstorf war ein abgegangenes, hakenförmiges zweigeschossiges Gebäude mit einem dreigeschossigen Turm. Es lag im Ortsteil Reichstorf von Eichendorf im Landkreis Dingolfing-Landau. Die Schlossanlage ist als Bodendenkmal unter der Aktennummer D-2-7343-0435 verzeichnet. Die ehemalige Schlosskapelle, heute als Baudenkmal mit der Aktennummer D-2-79-113-75, ist der einzige erhaltene Teil des Schlosses und steht als Filialkirche Hl. Kreuzauffindung. Das Schloss war ein bedeutendes Gut, das im 19. Jahrhundert vollständig abgebrochen wurde. Reichstorf wurde erstmals 1067 urkundlich erwähnt und gehörte im 12./13. Jahrhundert zur Herrschaft Harbach. Später kam es an die Grafen von Ortenburg, die es als Lehen an das Kloster Niederaltaich gaben. Das Rittergut wurde im 16. Jahrhundert an die Familie von Fränking verliehen, und ab 1722 bis 1821 besaßen die Grafen von Tattenbach das Gut. Die Schlossanlage war von einem Graben und einer Mauer umgeben. Im Schlossbereich befanden sich ein Hof, ein Turm und eine Kapelle. Die Schlosskapelle war eine Saalkirche mit Westturm und eingezogenem Chor. Die Hofmark Reichstorf war ein eigenständiges Dorfgericht mit mehreren Anwesen. Die Schlossanlage war Teil der Hofmark und wurde im 19. Jahrhundert vollständig abgebrochen. Die ehemalige Schlosskapelle ist der einzige erhaltene Teil des Schlosses und steht heute als Filialkirche.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise ändern sich saisonal und stehen deshalb nicht in diesem Text. Aktuelle Angaben beim Betreiber

Art
Befund, Bodendenkmal, Schloss
Ort
Eichendorf
Denkmalstatus
Bodendenkmal in Bayern

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