Vaduz
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Die Berge um Vaduz tragen die Spuren von Grenzen, die sich durch Jahrhunderte zogen, und von Wegen, die Wanderer heute noch gehen. Drei Gipfel im Rätikon ragen wie Wächter über das Alpenrheintal, während im Tal ein alter Fluss die Länder verbindet und ein See die Stille der Geschichte bewahrt. Zwischen diesen Höhen und Gewässern liegen Burgen, die von Macht und Verfall erzählen, und Siedlungen, die seit dem Mittelalter ihre Mauern und Geschichten hüten. Wer diesem Pfad folgt, wandert durch Landschaften, in denen Natur und Kultur sich seit jeher begegnen.
Drei Schwestern über dem Rheintal
Die Drei Schwestern sind drei markante Gipfel im Rätikon, die zwischen 2034 und 2053 Metern aufragen. Sie bilden die Grenze zwischen Österreich und Liechtenstein und trennen das Alpenrheintal im Westen vom Saminatal im Osten. Der Hauptgipfel, die Große Schwester, wurde 1870 erstmals touristisch bestiegen. Heute führen der Drei-Schwestern-Steig und der Fürstensteig hinauf, gesäumt von Felsformationen mit Blick auf das Tal. Die Feldkircherhütte und die Gafadurahütte bieten Unterkunft für Wanderer, die die Naturschutzgebiete auf beiden Seiten der Grenze erkunden wollen.
Galinakopf – Aussicht über die Grenzen
Der Galinakopf erreicht 2198 Meter und beherrscht mit seiner Höhe die Umgebung. Seine Südflanke ist grasbewachsen, während die anderen Seiten aus steilen Felswänden bestehen. Der Normalweg beginnt am Gasthaus Mattajoch und führt in etwa zwei Stunden zum Gipfel. Vom Galinagrat aus bieten sich weite Blicke auf die umliegenden Täler und Berge. Kletterer finden hier ebenso ihr Ziel wie Wanderer, die den leichten Anstieg von Malbun aus wählen. Die vier Grate des Berges führen in verschiedene Richtungen und erschließen die alpine Landschaft.
Sarojahöhe – Gipfel zwischen Österreich und Liechtenstein
Die Sarojahöhe mit 1658 Metern liegt an der Grenze zwischen den beiden Ländern und ist von der Sarojaalpe aus gut erreichbar. Trittsicherheit und alpine Ausrüstung sind für die Wanderung erforderlich, da der Berg auf der liechtensteinischen Seite steil abfällt. Auf dem Gipfel steht ein Kreuz und ein Gipfelbuch, das seit 2023 in zweiter Auflage geführt wird. Bei bestimmten Anlässen entzündet die Liechtensteinische Bergrettung ein Höhenfeuer. Die nächstgelegenen Hütten sind die Feldkircher Hütte und die Gafadurahütte, die als Stützpunkte dienen.
Garsellakopf – Teil der Drei-Schwestern-Kette
Der Garsellikopf ist mit 2105 Metern der zweithöchste Gipfel der Drei-Schwestern-Kette. Sein langer Grat trägt die markanten Garsellitürme, die das Panorama der Region prägen. Von der Gipfelregion aus blickt man hinab ins Saminatal und zu den umliegenden Gebirgszügen. Die Garsellialpe ist nur zu Fuß erreichbar und führt durch alpine Landschaften. Die natürlichen Formationen des Berges machen ihn zu einem Ziel für Wanderer, die die Grenzen zwischen Liechtenstein und Österreich erkunden wollen.
Schloss Werdenberg – Mittelalter in Stein
Schloss Werdenberg im Kanton St. Gallen wurde im 13. Jahrhundert begonnen und war bis 1419/21 Sitz der Grafen von Werdenberg. Der Bergfried, der Palas und die Ringmauer sind bis heute erhalten. Seit 1956 gehört das Schloss dem Kanton und beherbergt ein Museum. Jährlich findet die Schlossmediale für Alte und Neue Musik statt, dazu kommen Ausstellungen und die Werdenberger Schloss-Festspiele. Besucher können die Privatwohnung der Familie Hilty besichtigen und die Ausstellungen im Schloss und im Regionalmuseum Schlangenhaus erkunden.
Werdenberg – Kleinste Stadt der Schweiz
Werdenberg ist eine Ortschaft mit historischem Stadtrecht in der Gemeinde Grabs und gilt mit etwa 90 Einwohnern als kleinste Stadt der Schweiz. Die gut erhaltenen mittelalterlichen Häuser und das Schloss prägen das Bild. Seit 1985 finden hier die Werdenberger Schloss-Festspiele statt. Die Geschichte reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück, als die Grafen von Werdenberg die Grafschaft gründeten. 2008 wurde der Ort ins Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder aufgenommen. Die ehemaligen Korporationen der Burger und Stürer spiegeln die mittelalterliche Ordnung wider.
Werdenbergersee – Stille am Alpenrhein
Der Werdenbergersee liegt am Fusse des Buchserberges im St. Galler Rheintal und gehört zur Gemeinde Buchs. Auf dem nordwestlichen Ufer befindet sich das historische Städtchen Werdenberg mit dem Schloss darüber. Der See dient als Naherholungsgebiet und ist für nicht gewerbliche Fischerei zugänglich. Die Region ist eng mit der Familie der Edlen von Werdenberg verbunden, die hier einst herrschte. Von den Ufern aus bietet sich ein Blick auf das Schloss und die umliegende Landschaft. Wanderwege und ruhige Flächen laden zum Verweilen ein.
Alte Rheinbrücke – Holz über dem Strom
Die Alte Rheinbrücke Vaduz–Sevelen verbindet den liechtensteinischen Hauptort Vaduz mit der schweizerischen Gemeinde Sevelen. Die 135 Meter lange Holzbrücke wurde 1870–1871 errichtet und 1900–1901 neu gebaut. Seit 1975 ist sie nur noch für nichtmotorisierten Verkehr zugänglich. Die Brücke folgt dem Howe’schen System mit diagonalen Holzträgern und senkrechten Metallzuggliedern. Fünf Pfeiler tragen sechs Felder, wobei die äußeren Felder jeweils 26,8 Meter lang sind. Von der Brücke aus öffnet sich der Blick auf den Rhein und die umliegenden Berge.
Burg Wartau – Ruine mit Geschichte
Die Burg Wartau thront auf 650 Metern über dem Weiler Gretschins und wurde 1225 errichtet. Ihr massiver Turm erreicht 22 Meter Höhe, die Mauern sind bis zu 1,75 Meter dick. Die Burg wechselte mehrfach die Besitzer, darunter die Grafen von Toggenburg und die Sarganserländer. 1530 wurde sie verlassen und dem Zerfall überlassen. Heute bietet die Ruine einen weiten Ausblick über die Landschaft. Die Ringmauer und Reste der Wirtschaftsgebäude sind noch erkennbar. Die Burg war einst ein wichtiger militärischer und administrativer Standort im Mittelalter.
Goppaschrofen – Schroffer Gipfel im Saminatal
Der Goppaschrofen mit 1781 Metern ist eine schroffe Erhebung im Rätikon und Teil der Galina-Gruppe. Von Frastanz aus führt ein Wanderweg über Gurtis, Bazora-Alpe und Bremenstall in neun bis zehn Stunden zum Gipfel. Der Weg erfordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Mehrere Gipfel wie die Hohen Köpfe und die Sattelalpe liegen auf der Route. Das Gipfelkreuz wurde 1968 errichtet und später erneuert. Die Wanderung führt durch Schutzgebiete wie die Spirkenwälder Saminatal.
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