Ponte Tibetano di Castelsaraceno
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Die Hängebrücke von Castelsaraceno, italienisch Ponte tibetano, überspannt das Tal am Rand der Gemeinde Castelsaraceno in der Provinz Potenza in der Basilikata. Sie verbindet zwei lukanische Nationalparks miteinander und wurde im Juli 2021 eröffnet. Mit 586 Metern war sie zunächst die längste Brücke ihrer Art weltweit, bis im Mai 2022 in Tschechien die Sky Bridge 721 eröffnet wurde, die diesen Rang mit 721 Metern übernahm. Castelsaraceno selbst liegt auf 916 Metern Höhe im Südwesten der Provinz und zählt rund 1.100 Einwohner. Die Höhenlagen des Gemeindegebiets reichen von 702 Metern bis auf 1.900 Meter am Gipfel des Monte Alpi. Der Ort ist von Bergen umstellt: im Osten eine Kette von Höhenrücken mit Tuppetto und Monte Asprella, im Süden der Monte Alpi, dahinter Armizzone und Armizzoncello, im Westen Pietra Marina und Castelveglio, im Norden das Massiv des Raparo, das den Ort teilweise vor den Nordwinden schützt. Nur nach Nordosten öffnet sich der Blick in ein weites, unregelmässiges Tal. Der alte Ortskern klammert sich an einen Felssporn namens La Tempa, einen Ausläufer des Hügels Castelveglio. Die Häuser stehen dicht an dicht auf dem abfallenden Fels und bilden mit ihm eine Einheit. Von der mittelalterlichen Struktur zeugen steile, gewundene Gassen, Sackgassen und überbaute Durchgänge sowie eine Ruine, die Il Campanaro heisst. Gegründet wurde der Ort 1031 von Sarazenen als Wachposten beim antiken Planula; dreizehn Jahre später zerstörte ihn ein Erdbeben.
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