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Hungarian Court Chancellery
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Die Ungarische Hofkanzlei war eine historische Verwaltungsbehörde der Habsburger für Ungarn, die vom 16. Jahrhundert bis 1848 bestand. Ihr Sitz befand sich ab 1690 in Wien, zunächst in der Bankgasse 4–6, einem 1692 von Johann Bernhard Fischer von Erlach errichteten Gebäude, das später in den Besitz von Leopold Graf Nádasdy überging. Heute beherbergt das Gebäude die ungarische Botschaft in Österreich. Die Kanzlei spielte eine zentrale Rolle bei der Verwaltung der ungarischen Angelegenheiten innerhalb der Monarchie, insbesondere nach dem Rückgang der osmanischen Herrschaft. Sie war zuständig für die Ausübung königlicher Rechte, den Schutz staatlicher Interessen und die Ausstellung von Urkunden. Ihre Bedeutung wuchs besonders unter Maria Theresia und Joseph II., wobei sie zeitweise mit der Hofkanzlei für Siebenbürgen verbunden war. Nach der Niederschlagung der Revolution 1848/49 diente das Gebäude verschiedenen österreichischen Behörden, bevor es ab 1867 wieder als Ungarische Hofkanzlei genutzt wurde. Im Inneren des Gebäudes arbeiteten hochrangige Beamte wie der Hofkanzler, meist ein Bischof, sowie Sekretäre und Registratoren. Die Sekretäre übernahmen den Großteil der schriftlichen Aufgaben, während der Registrator als „Vizesekretär“ fungierte. Das Personal war zunächst gering, doch die Kanzlei entwickelte sich zu einem wichtigen Bindeglied zwischen dem Herrscher und dem ungarischen Machtbereich.
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