Nordspanien

Monasterio de Piedra

Das Monasterio de Piedra liegt in der Gemeinde Nuévalos in der Provinz Zaragoza, an einer Schlucht des Río Piedra. Zum Ensemble gehören die Klostergebäude und ein weitläufiger Park, den der Fluss in Kaskaden durchstürzt. Dreizehn Zisterziensermönche gründeten das Kloster 1194 und weihten es Santa María la Blanca. Gebaut wurde in drei Etappen: frühgotisch im 13. Jahrhundert, in Renaissanceformen im 16. und barock-klassizistisch im 18. Jahrhundert. Nach der Desamortisation von 1835/36 kam die Anlage 1843 in den Besitz von Pablo Muntadas Campeny; dessen Sohn Juan Federico legte den Park an und machte aus dem Kloster einen Hotel- und Ausflugsbetrieb. Am 16. Februar 1983 wurde die Anlage zum Nationaldenkmal erklärt. Der markierte Rundweg durch den Park ist rund fünf Kilometer lang. Er führt an Wasserfällen entlang, deren größter, die Cola de Caballo, mehr als 50 Meter tief stürzt, dazu an der Cascada Caprichosa und am Lago del Espejo und in Grotten wie die Gruta Iris, die hinter dem fallenden Wasser liegt. Die Kaskaden sind ein Karstphänomen: Der kalkreiche Fluss löst Gestein und setzt es an anderer Stelle wieder ab, sodass die Sinterstufen sich mit den Schwankungen des Wasserstands laufend verändern.

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