Bergbahnen Malbun
Malbun ist ein Dorf auf rund 1600 Metern in einem Hochtal des Fürstentums Liechtenstein und gehört als Exklave zur Gemeinde Triesenberg. Das Malbuntal ist ein von einem Lokalgletscher geformtes Trogtal, das eine fast kreisförmige felsige Bergkette umschliesst. Das Tal mündet beim Dorf Steg auf 1300 Metern in das Saminatal. Der Ortsname stammt aus dem Romanischen, von «alp bun» oder «val bun», der schönen, ertragreichen Alp beziehungsweise dem schönen Tal. Der Wintersport begann zaghaft in den 1930er Jahren; 1931/32 war das 1908 errichtete Kurhaus Sareiserjoch erstmals auch im Winter geöffnet. 1962 entstanden ein Schlepplift auf das Hochegg und der Sessellift der Malbun-Bahn AG auf das Sareiserjoch, 1966 folgten der Tälilift und der Schneefluchtlift; die konkurrierenden Betreiber fusionierten später. In der Wintersaison stehen zehn Aufstiegshilfen bereit, die 23 Pistenkilometer erschliessen: drei Sesselbahnen, drei Schlepplifte, zwei Skilifte und zwei Zauberteppiche. Malbun ist das wichtigste Wintersportziel Liechtensteins. Im Sommer dienen die Bahnen als Ausgangspunkt für Bergtouren. Häufige Ziele sind der Augstenberg mit 2359 Metern nahe der österreichischen Grenze, der Galinakopf mit 2198 Metern und der in zwei Stunden erreichbare Schönberg mit 2104 Metern. Zur Pfälzerhütte führt ein Weg in etwa zwei Stunden, von der Bergstation Sareis aus über den Fürstin-Gina-Weg. Im nördlichen Teil des Gebiets steht die 1950/51 errichtete Friedenskapelle, das höchstgelegene Gotteshaus des Landes, ausgemalt von Johannes Hugentobler.
Opening hours and admission prices change with the season and are therefore not part of this text.
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