Schiessentümpel waterfalls
This text is so far available in German only.
Der Schiessentümpel ist ein kleiner Wasserfall im Unterlauf der Schwarzen Ernz in Luxemburg, überspannt von einer bewusst rustikal gestalteten Steinbrücke. Der Name bezeichnet zugleich den Flurnamen entlang der Strasse CR121 in der Kleinen Luxemburger Schweiz auf Höhe des Wasserfalls. Die Stelle liegt rund einen Kilometer südwestlich von Müllerthal, im selben Sandsteingebiet aus schmalen Felsspalten, Bachtälern und Buchenwald, das der Region ihren Beinamen eingetragen hat. Die Brücke geht auf eine Entscheidung des luxemburgischen Staatshaushalts von 1877 zurück, in dem drei kleine Brücken für das Müllerthal vorgesehen waren. Das Vorhaben stellte Paul Eyschen, damals Generaldirektor für Justiz, am 15. Januar 1880 in der Abgeordnetenkammer vor. Die Pläne für den Übergang am Schiessentümpel stammen vom Diekircher Bezirksingenieur Antoine Hartmann; der Bauleiter Michel Dondelinger aus Echternach beauftragte den Steinmetz Jean-Pierre Prommenschenkel mit der Ausführung. Allgemein wird angenommen, dass die Brücke 1879 errichtet wurde. Schon kurz nach dem Bau tauchte der Ort in Reiseführern auf, etwa 1880 in den „Schetsen uit Luxemburg“ von Marie Adrien Perk und 1881 in Adolphe Reulands Handbuch über das romantische Ernztal. Damit gehört der Schiessentümpel zu den frühesten touristischen Zielen des Landes, und die Brücke gilt als Ausgangspunkt für den Tourismus im Müllerthal überhaupt. Wer heute dorthin gelangt, folgt dem Bachlauf durch das enge Tal; der Wasserfall selbst fällt in mehreren Stufen unter dem Brückenbogen hindurch.
Opening hours and admission prices change with the season and are therefore not part of this text.
Nearby
- Schéissendëmpel5 m
- Touristcenter Heringer Millen657 m
- Mullerthal804 m
- Waldbillig1.5 km
- Colbette1.9 km
- Christnach1.9 km
QR-Code