Southern Italy

Grotta Azzurra

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Die Grotta Azzurra ist eine Meeresgrotte an der Nordwestflanke der Insel Capri, im Gebiet der Gemeinde Anacapri. Der Eingang liegt am Fuß der Steilküste: eine Felsspalte von etwa zwei Metern Höhe und zwei Metern Breite, deren Oberkante knapp einen Meter über dem Wasserspiegel steht. Der Hohlraum dahinter ist rund 60 Meter lang und 25 Meter breit, das Wasser an den tiefsten Stellen über 20 Meter tief. Das Licht kommt nicht durch die enge Einfahrt, sondern durch eine größere Öffnung unterhalb der Wasserlinie. Auf dem Weg durch das Wasser werden die roten Anteile des Lichts geschluckt, die blauen bleiben übrig; daher die Färbung, die der Grotte ihren Namen gab. Zur Zeit des Kaisers Tiberius diente der Raum als Nymphäum der darüber gelegenen Villa Gradola. 1963 wurden mehrere römische Statuen von Meeresgottheiten geborgen, darunter Poseidon und ein Triton; sie stehen heute im Museum der Casa Rossa in Anacapri. Als Wiederentdecker gilt der preußische Dichter August Kopisch, der die Grotte am 17. August 1826 befuhr und ihr den Namen Azzurra gab. Befahren wird die Grotte ausschließlich vom Wasser aus, in kleinen Booten und in Begleitung ortskundiger Bootsführer. Im Inneren liegt die Decke im Mittel etwa sieben Meter über dem Wasser und steigt stellenweise auf rund 14 Meter an; der Raum ist damit deutlich größer, als die schmale Einfahrt vermuten lässt.

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