Burg Eiswürden
abgegangener ostfriesischer Häuptlingssitz, der heute auf dem Grund der Nordsee vor der Gemeinde Butjadingen liegt
Die Burg Eiswürden war ein einstiger Sitz eines ostfriesischen Häuptlings und liegt heute im Meer vor der Gemeinde Butjadingen im niedersächsischen Landkreis Wesermarsch. Ursprünglich befand sie sich an der Mündung der Ahne in die Jade. Der Ort Eiswürden wurde erstmals 1159 urkundlich erwähnt und war bis in das 15. Jahrhundert ein bedeutender Ort. Nanke Duren, ein bekannter Seeräuber, lebte dort und wurde 1420 von Ocko II. tom Brok als Schiedsrichter in einem Konflikt um die Burg vermittelt. Die Burg und der Ort fielen Opfer der ständigen Veränderungen der Küstenlinie und liegen heute auf dem Meeresgrund. Die Dorfwurt wurde nach der Weihnachtsflut von 1717 im Jahr 1720 ausgedeicht und verlassen. 1751 waren noch Ruinen des Ortes erkennbar. Die Geschichte der Burg ist nach dieser Zeit nicht mehr bekannt, da sie vollständig unter den Wellen verschwand. Die Burg Eiswürden ist heute nicht mehr zugänglich und liegt im Meer. Umgebung und Ausblicke sind daher nur in historischen Quellen beschrieben. Die Ruinen des Ortes wurden erst nach der Ausdeichung im 18. Jahrhundert vollständig verlassen. Die genaue Gestalt der Burg und des Ortes ist aufgrund der Untergrabung durch die Nordsee nicht mehr bekannt.
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- Art
- Burg
- Ort
- Butjadingen
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