Carnia
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Carnia ist ein kleines Bergdorf in der Region Friaul-Julisch Venetien, etwa 259 Meter über dem Meeresspiegel gelegen. Als Ortsteil von Venzone gehört es zur Provinz Udine und zählt rund 400 Einwohner. Eingebettet zwischen Bergen wie dem Monte Plauris, der mit 1.958 Metern zu den höchsten Gipfeln der Julischen Voralpen zählt, und dem Monte Amariana im Westen, bietet die Landschaft eine Mischung aus alpiner und voralpiner Prägung. Die Geschichte Carnien ist eng mit seiner Lage als Durchzugsgebiet verbunden, das die Karnischen Alpen mit dem Kanaltal verbindet. Nach dem Bau der Eisenbahnlinie Udine–Pontebbana 1879 entwickelte sich der Ort zum wichtigen Verkehrsknotenpunkt der Region. Während des Zweiten Weltkriegs diente der Bahnhof als Umschlagplatz für Deportationen, später wurde er nach Kriegszerstörungen neu errichtet. Auch das Erdbeben von 1976 hinterließ deutliche Spuren, etwa an der Pfarrkirche San Pietro Apostolo, die neu im modernen Stil wiederaufgebaut wurde. Vor Ort prägen die umliegenden Berge das Bild, darunter der Monte San Simeone im Süden und der Fluss Fella, der nahe der Grenze zu Amaro in den Tagliamento mündet. Die Infrastruktur umfasst eine Bahnstation an der Pontebbana-Strecke sowie Straßen wie die SS 13 und die SS 52 Carnica. In der Nähe liegt ein Industriegebiet mit Holzverarbeitungsbetrieben, während in den Feldern Mais und Soja angebaut werden. Die Kirche San Pietro Apostolo beherbergt Holzskulpturen und ein Mosaik, die lokale Künstler schufen.
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