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Mexikoplatz
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Der Mexikoplatz liegt im zweiten Wiener Gemeindebezirk Leopoldstadt, direkt am rechten Donauufer entlang des Handelskais. Die Reichsbrücke teilt ihn in zwei Teile, wobei ihre Rampe den Platz durchquert. Ursprünglich hieß er Erzherzog-Karl-Platz, später Volkswehrplatz, bis er 1956 nach Mexiko benannt wurde, um an dessen Protest gegen den „Anschluss“ Österreichs 1938 zu erinnern. Der Platz entstand während der Donauregulierung 1868–1875 und wurde durch die Eröffnung der Kronprinz-Rudolf-Brücke 1876 geprägt. Die Franz-von-Assisi-Kirche, 1898 im rheinisch-romanischen Stil erbaut, dominiert den südöstlichen Teil. Ein Denkmal der Roten Armee stand hier von 1945 bis 1955, und bis 1976 diente der Platz als Wendepunkt für Straßenbahnlinien. Heute ist der Mexikoplatz ein lebendiger Treffpunkt mit Schwarzmarktgeschichte und einem wichtigen Schifffahrtszentrum. Die U-Bahn-Station Vorgartenstraße verbindet ihn mit dem Schifffahrtszentrum der DDSG. Ein Mahnmal von 2008 bis 2009 thematisierte historische Widersprüche, während der Platz durch die Reichsbrücke und Kreuzfahrtschiffe geprägt bleibt.
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