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Atzgersdorf
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Atzgersdorf ist ein Wiener Stadtteil im 23. Gemeindebezirk Liesing, der sich beiderseits der Liesing erstreckt. Die Katastralgemeinde umfasst etwa 376 Hektar und grenzt flussaufwärts an Liesing, flussabwärts an Erlaa und Inzersdorf. Nördlich liegen Rosenberg, Hetzendorf und Altmannsdorf. Der Ort entstand an einer historischen Straßenkreuzung zwischen Mauer und Perchtoldsdorf und wurde erstmals um 1120 urkundlich erwähnt. Der Stadtteil blickt auf eine lange Geschichte zurück, darunter jungsteinzeitliche und keltische Siedlungsspuren sowie eine römische Wasserleitung zum Legionslager Vindobona. Im 18. Jahrhundert entwickelte sich Atzgersdorf zu einem Wallfahrtsort durch das „Fieberkreuz“ in der Pfarrkirche. Die Industrialisierung begann mit der Südbahn 1841, als Mühlen zu Fabriken umgebaut wurden. Später prägten Metallverarbeitung und Chemie das Bild, etwa durch die Glühstrumpffabrik von Carl Auer von Welsbach. Heute zeigt Atzgersdorf eine Mischung aus Industriegebiet und Wohnviertel. Die Liesing durchzieht den Ort, während der Knotzenbach größtenteils unterirdisch fließt. Im Westen dominieren tertiäre Schichten, im Osten jüngere Ablagerungen. Die Synagoge, 1900 errichtet und 1938 zerstört, erinnert an die jüdische Geschichte des Ortes.
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Nearby
- Alte Ansicht von Atzgersdorf61 m
- Gedenktafel für Christoph Anton von Migazzi (Wien, Kirchenplatz, Kirche)193 m
- Pfarrkirche Atzgersdorf207 m
- Atzgersdorf War Memorial216 m
- Memorial to Therese Klostermann432 m
- Liesing District Museum319 m
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