Dolní Věstonice
Fundplatz
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Dolní Věstonice ist ein archäologischer Fundplatz im Südmährischen Raum der Tschechischen Republik, am Fuß des Berges Děvín, 550 Meter über dem Meeresspiegel. Der Fundplatz datiert auf etwa 26.000 vor Christus und ist bekannt für seine reiche Sammlung an Artefakten aus der Gravettier-Periode, etwa 27.000 bis 20.000 vor Christus. Zu den Funden gehören Skulpturen, Schmuckgegenstände und Grabbelege, die einen tiefen Einblick in die Kultur dieser Zeit geben. Die Besonderheit von Dolní Věstonice liegt in der Vielfalt und Zahl der Funde, darunter etwa 2.300 Tonfigürchen, die in einem Ofen gebrannt wurden. Diese Figürchen, oft zerbrochen, wurden möglicherweise rituell zerstört. Ein weiteres Highlight ist die „Venus von Dolní Věstonice“, eine der ältesten Tonstatuen, sowie eine bemerkenswerte Skulptur eines jungen Mannes aus Mammutivo. Diese Artefakte zeigen eine hohe künstlerische und kulturelle Entwicklung. Die Ausgrabungen haben auch Grabfunde enthüllt, wie das Grab einer etwa 40-jährigen Frau, die mit rotem Ocker und einem Mammutknochen beigesetzt wurde. Dies deutet auf eine rituelle Beerdigung hin. Zudem wurde ein Dreifachgrab mit drei Männern gefunden, die möglicherweise verwandt waren. Die Funde zeigen, dass die Bewohner der Region komplexe soziale Strukturen und rituelle Praktiken hatten.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Dolní Věstonice
- Denkmalstatus
- Nationales Kulturdenkmal
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