Split

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Der Weg durch Split führt nicht nur an die Adriaküste, sondern auch durch fast zwei Jahrtausende Geschichte, die sich in Steinen, Mauern und Plätzen niedergeschlagen hat. Wer hier wandert, betritt einen Schauplatz, auf dem römische Kaiser residierten, mittelalterliche Städte wuchsen und moderne Arenen für Sport und Musik entstanden. Die Route beginnt dort, wo die Macht des Imperiums sichtbar wird, und führt durch Orte, die zeigen, wie eine antike Palaststadt zur lebendigen Stadt an der dalmatinischen Küste wurde. Sie führt vorbei an Ruinen, die von Gladiatorenkämpfen erzählen, an Theatern, in denen einst Tragödien erklangen, und an Sportstätten, die heute noch die Leidenschaft der Stadt tragen.

Antike Pracht im Diokletianspalast

Der Diokletianspalast in Split ist mehr als ein Bauwerk – er ist ein lebendiges Archiv der Spätantike. Der Komplex, der im 3. Jahrhundert für Kaiser Diokletian errichtet wurde, erstreckt sich über etwa 30.000 Quadratmeter und war einst von Mauern und Türmen umgeben. Nur die Südseite öffnete sich zum Meer hin, wo Schiffe anlegen konnten. Die Architektur vereint römische, ägyptische und lokale Einflüsse, was den Palast zu einem einzigartigen Zeugnis der damaligen Weltmacht macht. Im Inneren des Palastes finden sich heute noch das Peristyl, das Mausoleum des Kaisers, der Jupiter-Tempel und mehrere Kirchen, die später in die römischen Strukturen eingebaut wurden. Die Querstraße und die Längsstraße teilten den Palast in Bereiche für Verwaltung, Kult und Wohnen. Besucher gehen heute auf denselben Steinen, auf denen einst Kaiser und Soldaten ihre Wege gingen.

Vom Amphitheater zur mittelalterlichen Stadt

Nur wenige Kilometer nordöstlich des Palastes liegt Salona, die einstige Hauptstadt der römischen Provinz Dalmatien. Die Stadt wurde im 3. Jahrhundert v. Chr. gegründet und erreichte im 2. Jahrhundert n. Chr. eine Bevölkerung von etwa 60.000 Menschen. Ihre gut erhaltene Stadtmauer aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. umgab ein weitläufiges Gebiet mit einem Amphitheater für mindestens 15.000 Zuschauer, einem Theater für 3.500 Menschen und einer westlichen Nekropole mit monumentalen Grabmauern. Das Forum und die Tempel zeugen von der römischen Blütezeit, während die spätere christliche Geschichte in den Ruinen der frühchristlichen Basiliken und der Krunidbena crkva sv. Petra i Mojsija sichtbar wird. Hier wurde im 11. Jahrhundert König Zvonimir gekrönt, bevor die Stadt im 7. Jahrhundert von den Awaren zerstört und durch die mittelalterliche Stadt Solin ersetzt wurde.

Sakralbauten zwischen Kaiserzeit und Moderne

Die Kathedrale von Split, auch Katedrala Svetog Duje genannt, steht im Herzen des Diokletianspalastes auf dem Peristylplatz. Ursprünglich als Mausoleum für Kaiser Diokletian erbaut, wurde sie im 7. Jahrhundert in eine christliche Kirche umgewandelt. Das oktogonale Bauwerk mit seiner Kuppel und 24 Marmorsäulen ist eines der ältesten Gotteshäuser der katholischen Kirche. Im Inneren finden sich barocke Elemente, ein Sarkophag mit den Gebeinen der Töchter König Bélas IV. und ein Glockenturm, der zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert entstand. Der Jupiter-Tempel, ebenfalls im Palast gelegen, wurde im 6. Jahrhundert in ein Taufbad umgewandelt und beherbergt heute eine Bronzestatue des heiligen Johannes des Täufers von Ivan Meštrović. Diese sakralen Orte zeigen, wie sich die religiöse Landschaft Dalmatiens über die Jahrhunderte wandelte.

Sport und Kultur in der Hafenstadt

Split ist nicht nur eine Stadt der Geschichte, sondern auch eine Stadt der Bewegung. Das Stadion Poljud, erbaut 1979 für die Mittelmeerspiele, ist mit seiner muschelförmigen Dachkonstruktion ein Wahrzeichen jugoslawischer Architektur. Es bietet Platz für 34.448 Zuschauer und war Austragungsort großer Sportereignisse wie der Leichtathletik-Europameisterschaften 1990 und des Ultra Europe Festivals. Nicht weit entfernt liegt die Spaladium Arena, eine 2008 fertiggestellte Mehrzweckhalle, die bis zu 12.000 Besucher fasst und seit ihrer Eröffnung für Handball-Weltmeisterschaften, Konzerte und Messen genutzt wird. Das Kroatische Nationaltheater, gegründet 1893, ist eines der ältesten Bühnen Kroatiens und bietet ein Programm von Opern bis zu modernen Theaterstücken. Diese Orte zeigen, wie die Stadt ihre Energie aus Sport und Kultur bezieht.

Die sieben Kaštels – Burgen am Meer

Entlang der Küste zwischen Split und Trogir reihen sich sieben historische Festungen, die Kaštels, aneinander. Kaštel Sućurac, der östlichste dieser Orte, wurde 1392 als Schutzburg für die Bauern von Putalj errichtet und später um eine Sommerresidenz erweitert. Kaštel Kambelovac entstand 1517 als runde Festung der Familie Cambi und wurde später durch Aufschüttungen mit dem Festland verbunden. Kaštel Lukšić beeindruckt mit einem historischen Park aus dem 18. Jahrhundert, der als Denkmal der Gartenkunst gilt und seltene Pflanzenarten beherbergt. Kaštel Gomilica diente als Drehort für „Game of Thrones“ und zeigt, wie die Geschichte der Region bis in die Popkultur reicht. Diese Burgen erzählen von der wechselvollen Geschichte der dalmatinischen Küste zwischen venezianischer Herrschaft, osmanischer Bedrohung und moderner Nutzung.

Natur und Aussicht über der Stadt

Westlich von Split erhebt sich der Marjan, eine Halbinsel mit dichtem Kiefernwald und einem Netz aus Wanderwegen. Der höchste Punkt, Telegrin, bietet einen weiten Blick über die Stadt, die Inseln der Adria und die umliegenden Berge. Auf dem Weg dorthin passiert man das Kastell Crikvine-Kaštilac aus dem 16. Jahrhundert, einen alten jüdischen Friedhof und einen botanischen Garten. Der Marjan ist seit 1964 als Waldpark geschützt und verbindet städtisches Leben mit unberührter Natur. Von hier aus lässt sich die ganze Region überblicken – von den Ruinen Salonas bis zu den modernen Arenen der Stadt.

Antike Wasserwege und moderne Infrastruktur

Der Diokletian-Aquädukt, im 3. Jahrhundert erbaut, versorgte den Palast mit Wasser aus der Karstquelle des Jadro-Flusses. Die 9 Kilometer lange Strecke führte über Brücken, durch Tunnel und über Täler, wobei die Mostine-Brücke mit 234 Metern Länge besonders gut erhalten ist. Der Aquädukt ist das besterhaltene seiner Art in Dalmatien und zeigt, wie die Römer technische Meisterleistungen vollbrachten. Heute kann man die Brücken und Tunnel erkunden, die teilweise sogar im Untergeschoss des Hotels Atrium liegen. Diese antike Infrastruktur verbindet die Geschichte der Region mit ihrer modernen Entwicklung.

Dörfer und ihre Geschichten abseits des Trubels

In den Hügeln und an der Küste rund

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Diokleciánův palác

Diokleciánův palác

Split

Stadion Poljud

Stadion Poljud

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Salona

Salona

Solin

Katedrála svatého Domnia

Katedrála svatého Domnia

Split

Kroatisches Nationaltheater Split

Kroatisches Nationaltheater Split

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Spaladium Arena

Spaladium Arena

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Kaštel Gomilica

Kaštel Gomilica

Gespanschaft Split-Dalmatien

Stobreč

Stobreč

Split

Kaštel Lukšić

Kaštel Lukšić

Gespanschaft Split-Dalmatien

Kaštel Sućurac

Kaštel Sućurac

Gespanschaft Split-Dalmatien