Brigetio
römische Donaustadt auf dem Gebiet der heutigen nordungarischen Stadt Komárom im Komitat Komárom-Esztergom
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Brigetio war eine römische Donaustadt, die sich auf dem Gebiet der heutigen nordungarischen Stadt Komárom befand. Sie entstand um 205 n. Chr. als Municipium und war durch den Legionslager Brigetio sowie Handels- und Heerstraßen wichtig. Die Stadt lag westlich eines Lagerdorfes und besaß eine eigene Stadtmauer. Sie wurde mehrfach zerstört, etwa 169 n. Chr. und 293 n. Chr., doch erholte sich bis ins 3. Jahrhundert. Die Stadt war ein Zentrum des Handels und der Kultur. Das Amphitheater, das 1765 von Richard Pococke und Jeremiah Milles beschrieben wurde, war ein bedeutender Ort für die Garnison. In der Zivilstadt wurden öffentliche Gebäude wie ein Apollo-Tempel und Privathäuser mit Stuckaturen und Fresken gefunden. Ein Deckenfresko aus dem späten 2. Jahrhundert zeigt allegorische Darstellungen der Jahreszeiten und kosmischer Elemente. In der Stadt wurden zahlreiche Funde entdeckt, darunter ein Diatretglas, ein Medaillon mit Darstellung des Meleagros und ein großflächiges Deckenfresko. Diese Funde sind in Museen wie dem Brigetio Heritage Visitor Center oder dem Ungarischen Nationalmuseum in Budapest ausgestellt. Die Gräberfelder um die Stadt enthielten reiches Fundmaterial, darunter Pferdebestattungen und Münzen aus verschiedenen Kaiserperioden.
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- Art
- Archäologische Stätte
- Ort
- Komárom
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