Regensburg

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24 Ziele

Der Regensburger Dom, die Steinerne Brücke und das Kanonissenstift Niedermünster teilen eine gemeinsame Geschichte, die bis in die Zeit der Römer und des frühen Mittelalters zurückreicht. Diese Orte spiegeln Regensburgs Rolle als geistliches, politisches und wirtschaftliches Zentrum wider, das über Jahrhunderte hinweg Brücken zwischen Kulturen und Epochen schlug. Wer dieser Route folgt, wandert durch über 1.200 Jahre Baukunst, von der Romanik über die Gotik bis zum Rokoko, und entdeckt dabei die Spuren einer Stadt, die als Welterbe der UNESCO gilt. Die Route beginnt im Herzen der Altstadt und führt entlang der Donau zu den Toren der Geschichte, wo jeder Stein eine Erzählung trägt.

Dom und Eselsturm

Der Regensburger Dom thront seit dem 13. Jahrhundert über der Stadt und ist ein Meisterwerk der Gotik, das auf den Fundamenten eines romanischen Vorgängerbaus entstand. Sein Eselsturm, der einzige erhaltene Rest der alten Kathedrale, erinnert an die Bauzeit des 9. Jahrhunderts, als hier ein Bistum gegründet wurde. Über 170 Jahre zog sich der Bau hin, bis das Gotteshaus 1450 erstmals genutzt werden konnte, doch erst im 19. Jahrhundert erhielten die Türme ihre heutigen Helme. Im Inneren verschmelzen weiße Kalksteinwände mit farbigen Akzenten an Schlusssteinen und Skulpturen, während Obergadenfenster das Licht in den Raum lenken. Meister Ludwig, auch Erminoldmeister genannt, prägte den Bau entscheidend und schuf etwa den Andreasaltar im Südchor, der bis heute Besucher in seinen Bann zieht.

Brücke über die Donau

Die Steinerne Brücke überspannt seit dem 12. Jahrhundert die Donau und verbindet die Altstadt mit Stadtamhof, wo einst die Handelswege nach Norden und Süden zusammenliefen. Mit 16 Segmentbögen aus Naturstein und einem markanten Anstieg zur Mitte ist sie ein Zeugnis mittelalterlicher Baukunst, das in nur elf Jahren entstand. Der Wiedfangkanal, ein schmaler Nebenarm der Donau, diente einst Schiffern zur Umgehung gefährlicher Strudel und ist heute Teil eines lebendigen Stadtbildes. An der Brücke finden sich Skulpturen, die als Rechtszeichen oder zur Abwehr von Unheil dienten, darunter das berühmte Brückenmännlein. Als einzige Donaubrücke zwischen Ulm und Wien machte sie Regensburg zum wichtigen Umschlagsplatz und prägte über Jahrhunderte den Handel in Europa.

Kloster St. Emmeram

Die Benediktinerabtei St. Emmeram entstand im 8. Jahrhundert am Grab des heiligen Emmeram und wurde im Laufe der Jahrhunderte zu einem Zentrum der cluniazensischen Reform und der Klosterreform von Gorze. Im Skriptorium der Abtei entstanden bedeutende Werke wie das Sakramentar Heinrichs II. und der Uta-Codex, die bis heute Kunsthistoriker faszinieren. Im 17. und 18. Jahrhundert erlebte das Kloster unter Äbten wie Frobenius Forster eine Blütezeit, besonders in den Naturwissenschaften, bevor es nach der Säkularisation in den Besitz des Fürstenhauses Thurn und Taxis überging. Heute präsentiert sich das Gelände als Schloss St. Emmeram, dessen Räume internationale Künstler wie Elton John und Anna Netrebko bei den Schlossfestspielen begeistern. Die Gruftkapelle im neugotischen Stil dient als fürstliches Mausoleum und erinnert an die lange Geschichte des Ortes.

Schottenportal und Jakobskirche

Die hochromanische Schottenkirche St. Jakob entstand ab 1090 als Teil eines irischen Benediktinerklosters und beherbergt mit dem Schottenportal eines der Hauptwerke der deutschen Romanik. Das Portal zeigt rätselhafte Figurenreliefs, die Weltgericht, Himmel und Hölle darstellen und gesellschaftlich Ausgestoßene thematisieren. Die Kirche war Teil einer Welle irisch-schottischer Klostergründungen, die von Regensburg ausging und innerhalb von 30 Jahren acht Klöster in Deutschland entstehen ließ. Ihre dreischiffige Basilika mit Osttürmen und einem Chor, der sich durch Pfeiler von den Säulen des Langhauses abhebt, beeindruckt durch romanische Architektur. Die hölzerne Kassettendecke stammt aus dem 17. Jahrhundert, während die Empore eine historische Orgel von 1899 trägt.

Niedermünster und Giselakreuz

Das Kanonissenstift Niedermünster liegt nur wenige Schritte vom Dom entfernt und war eines der bedeutendsten Frauenstifte des Heiligen Römischen Reiches. Hier finden sich bedeutende Kunstschätze wie das Giselakreuz und der Uta-Codex, während der Römerturm als 28 Meter hoher Bau aus karolingischer Zeit an die frühe Geschichte der Stadt erinnert. Judith, die Gemahlin Herzog Heinrichs I., ließ eine dreischiffige Basilika errichten, und die Äbtissinnen hatten sogar Sitz im Reichstag. Unter der Kirche verbirgt sich das document niedermünster, eine moderne Ausgrabungspräsentation mit Rekonstruktionen römischer und mittelalterlicher Strukturen. Die heutige Niedermünsterkirche, eine romanische Basilika, dient seit 1821 als Dompfarrkirche und bewahrt die Grabstätte des heiligen Erhard, die seit der Karolingerzeit unverändert blieb.

Altes Rathaus und Reichssaal

Das Alte Rathaus am Rathausplatz ist ein mittelalterlicher Gebäudekomplex, der aus drei Baukörpern besteht und mit seinem 55 Meter hohen Turm die Stadtsilhouette prägt. Im Reichssaal tagte ab 1663 der Immerwährende Reichstag, wo Kaiser und Gesandte über europäische Angelegenheiten entschieden. Heute beherbergt das Museum im Reichssaal und den historischen Räumen eine Ausstellung zur Bedeutung des Heiligen Römischen Reiches. Im Untergeschoss sind Gefängniszellen und eine Folterkammer zu besichtigen, während die steinernen Figuren „Schutz und Trutz“ den Treppenaufgang zum Reichssaal bewachen. Östlich des Rathausplatzes liegt der Kohlenmarkt mit dem Zieroldsplatz, wo einst der Marktturm stand, der 1706 einem Brand zum Opfer fiel und barocke Erweiterungsbauten für das Rathaus entstehen ließ.

Historische Wurstkuchl

Die Historische Wurstkuchl steht seit dem 12. Jahrhundert direkt neben der Steinernen Brücke und gilt als älteste Wurstbraterei der Welt. Ihre Wurzeln reichen bis ins Jahr 1135 zurück, als hier vermutlich ein Gebäude für die Arbeiter des Brückenbaus entstand. Urkunden aus dem 14. Jahrhundert nennen bereits einen Koch namens Konrad, und im 17. Jahrhundert wurde die Garküche als „Wurstkuchl“ bekannt. Seit dem 19. Jahrhundert spezialisierte sie sich auf Bratwürste, die bis heute selbst hergestellt werden und mit Sauerkraut und selbst gemachtem Senf serviert werden. Bei Ausgrabungen fand man Knochen von Rind, Schwein, Ziege und anderen Tieren aus der Abfallgrube, die die lange Tradition des Ortes belegen. Seit 2010 schützen mobile Elemente die Wurstkuchl vor den regelmäßigen Hochwassern der Donau.

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Regensburger Dom

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Steinerne Brücke

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Benediktinerabtei St. Emmeram

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Jahnstadion Regensburg

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St. Jakob, Regensburg

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Kanonissenstift Niedermünster, Regensburg

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Jahnstadion

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Regensburger Synagoge

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Kanonissenstift Obermünster, Regensburg

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Historische Wurstkuchl

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