Prag

Prag

25 Ziele

Die Stadt Prag ist ein lebendiges Buch der Geschichte, das sich Seite für Seite in Stein, Holz und Kunst offenbart. Wer durch ihre Gassen geht, spürt den Atem vergangener Jahrhunderte, der in Schlössern, Kirchen und Museen bewahrt wird. Hier thront die Prager Burg über der Moldau, dort erzählt das Jüdische Museum von einer Kultur, die trotz aller Widrigkeiten fortbesteht. Prag ist eine Stadt der Kontraste, in der mittelalterliche Türme neben barocken Palästen stehen und moderne Technikmuseen an die Wurzeln der Wissenschaft erinnern. Der Weg führt vom politischen Zentrum der Könige und Präsidenten über die geistigen Schätze der Nation bis zu den stillen Orten der Erinnerung. Jeder Ort hat seine eigene Stimme, doch zusammen singen sie das Lied einer Stadt, die niemals aufhört, sich neu zu erfinden.

Auf den Spuren der Macht

Die Prager Burg ist das Herzstück der Stadt, seit sie im 9. Jahrhundert als Festung der Přemysliden erbaut wurde. Fast 70.000 Quadratmeter umfasst das Gelände, auf dem sich romanische Mauern, gotische Türme und Renaissancefassaden ineinanderfügen. Im Zentrum thront der Veitsdom, dessen Grundstein 1060 gelegt wurde und der nach Jahrhunderten des Baus erst 1929 vollendet war. Der Vladislavsaal, 1493 von Benedikt Ried entworfen, war einst der größte profane Raum Böhmens und Schauplatz prunkvoller Feste. Die St.-Georgs-Basilika aus dem 10. Jahrhundert zählt zu den ältesten Kirchen Prags und birgt in ihrer Krypta die Gebeine böhmischer Herrscher. Von den Terrassen der Burg fällt der Blick über die roten Dächer der Altstadt bis zur Karlsbrücke, die seit 1357 die Moldau überspannt.

Zwischen Wissenschaft und Kunst

Das Tschechische Nationalmuseum am Wenzelsplatz ist mehr als ein Gebäude – es ist ein Monument des Wissens. Das neorenaissance Hauptgebäude, nach achtjähriger Sanierung 2018 wiedereröffnet, beherbergt auf 11.300 Quadratmetern Ausstellungen zur Evolution, zur Geschichte des 20. Jahrhunderts und zu den Schätzen der Natur. Die Fassade glänzt mit vergoldeten Marmorplatten, auf denen Namen tschechischer Persönlichkeiten eingraviert sind. Im Inneren führen interaktive Stationen durch die menschliche Entwicklung, während im Keller paläontologische Funde und mineralogische Sammlungen lagern. Das Museum ist nicht nur ein Ort des Lernens, sondern auch ein architektonisches Juwel, dessen Kuppel den Himmel Prags widerspiegelt.

Der Hügel der Legenden

Der Vyšehrad erhebt sich südlich der Neustadt wie eine vergessene Festung der Geschichte. Gegründet im 10. Jahrhundert als zweite Burg der Přemysliden, war er einst Residenz von Königen wie Vratislav II. und Karl IV. Die Basilika St. Peter und Paul, deren heutige Form aus dem 18. Jahrhundert stammt, bewahrt in ihren Mauern die Vyšehrader Madonna, eine Kopie des Originals aus der Sammlung Karls IV. Der Friedhof auf dem Gelände ist die letzte Ruhestätte großer Persönlichkeiten wie Antonín Dvořák und Bedřich Smetana. Der Vyšehrader Tunnel, 1904 eröffnet, durchquert den Hügel und verbindet die Geschichte mit der Moderne. Von hier aus bietet sich ein Panorama über die Moldau und die Silhouette der Prager Burg.

Tor zur Altstadt

Der Prager Pulverturm markiert den Übergang von der Neustadt in die Altstadt und ist ein Meisterwerk der Spätgotik. Erbaut 1475 als „Neuer Turm“, sollte er die Befestigung des Königshofes verstärken, doch seine Vollendung verzögerte sich um Jahrhunderte. Erst im 19. Jahrhundert wurde er von Josef Mocker in neugotischer Pracht wiederhergestellt, wobei Skulpturen böhmischer Könige und ein Walmdach hinzugefügt wurden. Heute ist er ein stiller Wächter am Anfang der Zeltnergasse, die als Teil des historischen Königswegs zur Burg führt. Der Turm beherbergte einst Schwarzpulver, doch seine wahre Bedeutung liegt in der Architektur – ein Tor, das zwei Welten verbindet.

Ein Hügel mit Aussicht

Der Petřín erhebt sich wie ein grünes Bollwerk über der Kleinseite und bietet mit seinem 60 Meter hohen Aussichtsturm einen der schönsten Blicke über Prag. Der Eiffelturm-Nachbau von 1891, entstanden für die Jubiläumsausstellung, ist ein Symbol der Ingenieurskunst des 19. Jahrhunderts. Die Standseilbahn, seit 1891 in Betrieb, windet sich den Hang hinauf und verbindet die Kleinseite mit dem Gipfel. Oben erwarten den Besucher die Hungermauer, eine mittelalterliche Befestigung, sowie das Štefánik-Observatorium, das den Nachthimmel über der Stadt erforscht. Die St.-Laurentius-Kirche und das Kloster Strahov zeugen von der spirituellen Vergangenheit des Ortes.

Macht und Diplomatie im Barock

Das Palais Czernin am Loretánské náměstí ist ein Monument des böhmischen Barock und seit 1928 Sitz des tschechischen Außenministeriums. Erbaut ab 1669 von Francesco Caratti für Graf Humprecht Czernin, beeindruckt es mit einer 150 Meter langen Fassade und einem prächtigen Innenhof. Das Treppenhaus führt zu einem Deckengemälde, das den Fall des Titanen darstellt, während der Garten als italienischer Park angelegt ist. Das Palais war Schauplatz historischer Ereignisse, darunter der „dritte Prager Fenstersturz“ 1948. Heute ist es ein Ort der Diplomatie, dessen Mauern von der wechselvollen Geschichte Prags erzählen.

Ein Palast der Könige

Der Alte Königspalast in der Prager Burg war über Jahrhunderte das politische Zentrum Böhmens. Im 12. Jahrhundert als romanische Burg erbaut, wurde er unter Karl IV. gotisch umgestaltet und später mit Renaissanceelementen erweitert. Der Vladislavsaal, mit seinem stützenlosen Kreuzrippengewölbe ein Meisterwerk der Gotik, war einst Schauplatz von Ritterturnieren und Krönungsfeiern. Die Allerheiligenkapelle und der Ludwigsflügel zeigen die Pracht vergangener Zeiten. Heute dient der Palast für Staatsakte, während im Souterrain die Ausstellung „Geschichte der Prager Burg“ Einblicke in die Vergangenheit gewährt.

Ein Garten der Wissenschaft

Das Technische Nationalmuseum in Holešovice ist ein Schatzkästchen der Innovation. Gegründet 1908, vereint es über 150 Eisenbahnfahrzeuge, historische Automobile und Flugzeuge unter einem Dach. Die Sammlung umfasst auch astronomische Instrumente wie die Uhr von Engelbert Seige und Modelle technischer Meisterleistungen. Ein Teil der Exponate ist in einem neuen Eisenbahnmuseum am Bahnhof Masarykovo nádraží ausgestellt. Das Museum zeigt, wie Prag seit jeher ein Ort des Fortschritts war – von den ersten Dampflokomotiven bis zu den Errungenschaften der Moderne.

Ein Ort der St

Alle Ziele auf der Karte
Prager Burg

Prager Burg

Hradčany

Tschechisches Nationalmuseum

Tschechisches Nationalmuseum

Praha

Vyšehrad

Vyšehrad

Vyšehrad

Prager Pulverturm

Prager Pulverturm

Prager Altstadt

Petřín

Petřín

Kleinseite

Palais Waldstein

Palais Waldstein

Kleinseite

Palais Goltz-Kinsky

Palais Goltz-Kinsky

Prager Altstadt

Altstädter Rathaus

Altstädter Rathaus

Prager Altstadt

Basilika St. Peter und Paul

Basilika St. Peter und Paul

Vyšehrad

Stalin-Denkmal

Stalin-Denkmal

Praha