Florenz

Florenz

25 Ziele

Florenz ist mehr als eine Stadt – es ist ein lebendiges Museum unter freiem Himmel, in dem jede Gasse, jeder Platz und jedes Gebäude eine Geschichte erzählt. Hier verdichten sich Renaissance, Politik und Alltag zu einem unzertrennlichen Ganzen, das Besucher seit Jahrhunderten in seinen Bann zieht. Die Spuren der Medici, die Meisterwerke Michelangelos, die Architektur Brunelleschis und die lebendige Kultur der Toskana prägen ein Ensemble, das sich wie ein großes Kunstwerk erschließt. Wer durch Florenz geht, wandelt auf den Wegen derer, die einst die europäische Kultur prägten. Die Stadt lädt ein, ihre Geheimnisse langsam zu entdecken, von den schlichten Steinen der Ponte Vecchio bis zu den goldenen Mosaiken der Kuppeln.

Vom David zum Palazzo Vecchio

Am Anfang steht die Galleria dell’Accademia, wo Michelangelos David in einem eigens geschaffenen Kuppelraum steht. Die 5,16 Meter hohe Statue aus einem einzigen Marmorblock zeigt den biblischen Helden nicht als Sieger, sondern in gespannter Erwartung vor dem Kampf gegen Goliath. Die lebendige Muskulatur und der intensive Gesichtsausdruck machen jeden Betrachter zum Zeugen eines Augenblicks höchster Anspannung. Der Raum, die Tribuna, wurde eigens für dieses Meisterwerk gestaltet und zieht Besucher in seinen Bann. Vor dem Palazzo Vecchio stand die Statue einst als Symbol für den Freiheitswillen der Republik Florenz, heute ist sie hier zu Hause.

Kunst und Macht in den Uffizien

Die Uffizien entstanden zwischen 1560 und 1580 als Amtsräume für die toskanischen Ministerien und wurden von Giorgio Vasari und Bernardo Buontalenti entworfen. Heute beherbergen sie eine der bedeutendsten Sammlungen der Welt, die vor allem Renaissance-Malerei und -Bildhauerei zeigt. Berühmte Werke wie Botticellis „Geburt der Venus“ oder Tizians „Himmelfahrt Mariens“ ziehen jährlich Millionen Besucher an. Der achteckige Präsentationsraum, die Tribuna, und der Corridoio Vasariano, der zum Palazzo Pitti führt, zeugen von der Verbindung zwischen Architektur und Kunst. Die Sammlung wuchs über Jahrhunderte und wurde erst 1743 nach dem Tod der letzten Medici öffentlich zugänglich gemacht.

Der Dom und sein Gefolge

Der Dom Santa Maria del Fiore überragt mit seiner markanten Kuppel das Stadtbild und gehört zu den größten Kirchen Europas. Die Kuppel, ein Meisterwerk Filippo Brunelleschis, fasst allein 4.000 bis 5.000 Besucher und gilt als technisches Wunderwerk der Renaissance. Der Domplatz beherbergt neben dem Dom den Campanile di Giotto und das Battistero di San Giovanni, die das architektonische Ensemble vervollständigen. Im Inneren beeindruckt das Mittelschiff mit einer Höhe von 35 Metern, während die Kuppel mit ihrer Laterne bis zu 90 Meter aufragt. Die Ausmalung der Kuppel zeigt einen riesigen Freskenzyklus von Giorgio Vasari und Federico Zuccari mit Hunderten von Figuren.

Brücke der Geschichten

Die Ponte Vecchio überspannt den Arno und zählt zu den ältesten Segmentbogenbrücken der Welt. Zwischen 1335 und 1345 aus Stein errichtet, trägt sie drei Bögen und ist bekannt für ihre lückenlos aneinandergereihten Läden, die seit 1345 bestehen. Ursprünglich von Schlachtern und Gerbern genutzt, beherbergen sie heute ausschließlich Juweliere. Ein besonderes Merkmal ist der Vasarikorridor, ein überdachter Übergang, der den Palazzo Vecchio mit dem Palazzo Pitti verbindet. Auf dem höchsten Punkt der Brücke öffnet sich eine Loggia mit drei Arkaden, die einen Blick auf den Arno bietet und eine Statue Benvenuto Cellinis trägt.

Das Pantheon der Stadt

Santa Croce gilt als „Pantheon von Florenz“, weil hier berühmte Persönlichkeiten wie Michelangelo, Galileo Galilei und Gioachino Rossini ihre letzte Ruhestätte fanden. Die Franziskanerkirche wurde auf Initiative des hl. Franz von Assisi gegründet und von Arnolfo di Cambio entworfen. Besonders sehenswert sind die Fresken von Giotto in der Peruzzi- und Bardi-Kapelle, die Szenen aus dem Leben des hl. Franziskus und des Evangelisten Johannes zeigen. Taddeo Gaddi malte in der Baroncelli-Kapelle einen der wichtigsten Freskenzyklen der italienischen Malerei. Die Seitenschiffe sind mit Grabmälern großer Florentiner gesäumt, die die Geschichte der Stadt erzählen.

Macht und Architektur im Palazzo Vecchio

Der Palazzo Vecchio entstand im 14. Jahrhundert als Sitz des Stadtparlaments und wurde später zum Regierungspalast der Medici. Der markante Turm, der Torre di Arnolfo, prägt mit 94 Metern Höhe die Stadtsilhouette. Der Saal der Fünfhundert, ein riesiger Versammlungssaal, wurde von Cosimo I. mit Fresken von Giorgio Vasari geschmückt. Vor dem Gebäude stehen Kopien berühmter Skulpturen wie Michelangelos David und Donatellos Judith, die Florenz als stolze Republik symbolisieren. Der Innenhof beeindruckt mit Fresken von Giorgio Vasari, die Städte der Habsburgermonarchie zeigen.

Taufkirche und Mosaikjuwel

Das Battisterium San Giovanni steht auf dem Domplatz und gilt als Hauptwerk der florentinischen Romanik. Der Bau entstand vermutlich im 11. Jahrhundert auf den Fundamenten älterer römischer Strukturen. Besonders sehenswert sind die drei berühmten Bronzeportale, darunter das Nordportal von Lorenzo Ghiberti und das Südportal von Andrea Pisano. Die Mosaike im Kuppelinneren, die ab 1225 entstanden, zeigen biblische Szenen und zählen zu den bedeutendsten ihrer Art. Ein Wettbewerb von 1401, der als einer der ersten seiner Art gilt, entschied über die Gestaltung des Nordportals – Ghiberti setzte sich gegen Brunelleschi durch.

Garten der Medici

Hinter dem Palazzo Pitti breitet sich der Boboli-Garten aus, einer der bedeutendsten italienischen Gärten des 16. Jahrhunderts. Die Anlage entstand auf einem von der Familie Boboli erworbenem Grundstück und wurde von Eleonora von Toledo in Auftrag gegeben. Besonders sehenswert ist das halbkreisförmige Amphitheater am Hang, das an ein antikes Hippodrom erinnert und in dessen Mitte ein ägyptischer Obelisk steht. Die Hauptachse führt zum Neptun-Brunnen und endet an einer Skulptur von Stoldo Lorenzi. Eine zweite Achse durchquert Terrassen und Wasserspiele, während die große Grotte ein Meisterwerk des Manierismus zeigt.

Bibliothek der Medici

Die Biblioteca Medicea Laurenziana beherbergt rund 150.000 Bücher, darunter etwa 11.000 Handschriften und 2.500 Papyri. Die Bibliothek entstand aus der privaten Büchersammlung der Medici und befindet sich seit 1560 im Kloster San Lorenzo. Der Hauptsaal zeigt noch originale Lesebänke mit handschriftlichen Bestandsverzeichnissen und Ketten zur Sicherung der Bücher. Der Zugang erfolgt über ein von Michelangelo geplantes Vestibül

Alle Ziele auf der Karte
David

David

Florenz

Uffizien

Uffizien

Florenz

Provinz Florenz

Provinz Florenz

Toskana

Kathedrale von Florenz

Kathedrale von Florenz

Florenz

Palazzo Pitti

Palazzo Pitti

Florenz

Ponte Vecchio

Ponte Vecchio

Florenz

Santa Croce

Santa Croce

Florenz

Palazzo Vecchio

Palazzo Vecchio

Florenz

Baptisterium San Giovanni

Baptisterium San Giovanni

Florenz

Metropolitanstadt Florenz

Metropolitanstadt Florenz

Toskana