Willebadessen liegt im Osten Nordrhein-Westfalens, eingebettet im Naturpark Teutoburger Wald/Eggegebirge. Der kleine Fluss Nethe durchzieht die Stadt, die am östlichen Rand des Eggegebirges auf einer Fläche von etwa 128 Quadratkilometern liegt. Die Höhenunterschiede sind spürbar: Der höchste Punkt erreicht 430 Meter in den Teutoniaklippen, während die Zentralkläranlage Niesen nur 160 Meter über dem Meeresspiegel liegt.
Erstmals erwähnt wurde der Ort im Jahr 1065 unter dem Namen Wilbutissun, als König Heinrich IV. ihn seinem Lehrer, dem Erzbischof Adalbert von Hamburg-Bremen, schenkte. Über Jahrhunderte gehörte Willebadessen zum Bistum Paderborn und später zum Hochstift Paderborn. Nach wechselnden Herrschaften unter preußischer, westphälischer und wieder preußischer Flagge wurde es 1975 Teil des Kreises Höxter. Während des Kalten Krieges diente der Ort als Standort für eine belgische Flugabwehrraketenstellung.
Die Stadt prägt eine katholische Tradition, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Das ehemalige Benediktinerinnenkloster aus dem 12. Jahrhundert zeugt davon. Heute gliedert sich Willebadessen in neun katholische Pfarrgemeinden und eine evangelische Kirchengemeinde. Die landschaftliche Vielfalt mit ihren fruchtbaren Böden und mineralhaltigen Quellen macht die Umgebung besonders.