Die Wildschönau liegt in Tirol, eingebettet in die Kitzbüheler Alpen. Das Tal erstreckt sich oberhalb von Wörgl und wird von der Wildschönauer Ache durchflossen, die in den Inn mündet. Die Gemeinde besteht aus vier Kirchdörfern: Niederau, Oberau, Auffach und Thierbach, wobei sich das Gemeindeamt in Oberau befindet. Mit etwa 4400 Einwohnern zählt sie zu den bedeutenden Tourismuszentren der Region.
Erstmals erwähnt wurde die Wildschönau Ende des 12. Jahrhunderts, als Graf Heinrich von Rettenberg Eigenleute an das Kloster Herrenchiemsee schenkte. Später prägte der Bergbau das Tal, insbesondere der Abbau von Silber und Kupfer in Thierbach, der bis ins 19. Jahrhundert betrieben wurde. Seit 1811 ist Wildschönau eine eigenständige Gemeinde und entwickelte sich durch den Tourismus weiter.
Die Wildschönau besticht durch ihre alpine Landschaft mit markanten Bergen wie dem Großen Beil und dem Schatzberg. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören historische Kirchen in den vier Dörfern, das Schaubergwerk Lehenlahn und die Kundler Klamm. Im Sommer und Winter locken Wanderwege, Skigebiete und Freizeitangebote wie ein Skulpturenpark und ein Freischwimmbad. Die Gemeinde pflegt zudem kulturelle Projekte wie „Zeitzeugen Wildschönau“, das Lebensgeschichten Einheimischer dokumentiert.