Werneck ist ein Markt im unterfränkischen Landkreis Schweinfurt und die größte Kommune der Region. Eingebettet in die fruchtbare Gäuplatte am Maindreieck, durchzieht das Flüsschen Wern den Ort, der etwa elf Kilometer südwestlich von Schweinfurt liegt. Die Landschaft steigt von 212 Metern im Tal bis auf 337 Meter an, während der Markt mit seinen über 10.000 Einwohnern das Zentrum des Landkreises bildet. Drei Autobahnen und eine geplante Bundesstraße verbinden Werneck mit dem Umland und erschließen Mainfranken in alle Richtungen.
Erstmals 1223 urkundlich erwähnt, wechselte Werneck mehrfach die Besitzer: vom Deutschen Orden über Würzburger Fürstbischöfe bis hin zum Hochstift Würzburg. Im Bauernkrieg und später durch kriegerische Handlungen zerstört, entstand unter Fürstbischof Julius Echter ein Neubau, bevor Balthasar Neumann ab 1733 das heutige barocke Schloss als Sommerschloss errichtete. Als Sommerresidenz der Würzburger Bischöfe prägte es die Geschichte des Ortes, bis es nach der Säkularisation in bayerischen Besitz überging und schließlich zur Heil- und Pflegeanstalt umgebaut wurde.
Heute ist Werneck vor allem durch sein barockes Schloss mit englischem Garten und Schlosskapelle bekannt, das als „Mainfränkisches Versailles“ gilt. Die Kliniken im Schloss, darunter eine der ältesten psychiatrischen Anstalten Deutschlands, sind bedeutende Arbeitgeber. Das Schloss und seine Parkanlagen können besichtigt werden, während die umliegenden Gemeindeteile wie Schleerieth oder Schnackenwerth mit historischen Kirchenburgen aufwarten. Musikalisch bereichert der Ort mit einer Bläserphilharmonie und einem Jugendblasorchester das kulturelle Leben.