Waren (Müritz) liegt im Nordosten Deutschlands, eingebettet in die seenreiche Landschaft Mecklenburg-Vorpommerns. Die Stadt schmiegt sich an die Ufer der Müritz, des größten Binnensees Deutschlands, und ist von weiteren Gewässern wie dem Kölpinsee, Tiefwarensee und Melzer See umgeben. Im Stadtgebiet selbst finden sich Seen wie der Herrensee, während die Umgebung von Wäldern und sanften Hügeln geprägt ist. Als eine der größten Städte der Region verbindet sie ländliche Idylle mit städtischer Infrastruktur.
Die Wurzeln Waren gehen auf eine slawische Siedlung zurück, die bereits vor Jahrhunderten an den Ufern der Müritz entstand. Im 13. Jahrhundert wurde der Ort durch westfälische Siedler im Zuge der Deutschen Ostsiedlung zu einer planmäßigen Stadt ausgebaut. Waren entwickelte sich zur Residenzstadt der Fürsten von Werle und blieb über Jahrhunderte hinweg ein bedeutender Ort in Mecklenburg. Doch Brände, Seuchen und die Zerstörungen des Dreißigjährigen Krieges prägten eine wechselvolle Geschichte, von der sich die Stadt nur langsam erholte.
Heute ist Waren ein lebendiger Kurort und ein zentraler Ort für Tourismus und Bildung in der Region. Die historische Altstadt mit ihren gut erhaltenen Bauwerken lädt zum Verweilen ein, während das Müritzeum als Naturerlebniszentrum Einblicke in die heimische Tier- und Pflanzenwelt bietet. Die Festspiele der Müritz-Saga und der lebhafte Stadthafen mit seinen Ausflugsschiffen ziehen Besucher an. Wirtschaftlich setzt die Stadt auf Tourismus, Lebensmittelindustrie und Maschinenbau, wobei der Weltmarktführer für Großschiffspropeller, die Mecklenburger Metallguss GmbH, hier seinen Sitz hat.