Waidmannsfeld liegt im Industrieviertel Niederösterreichs, eingebettet zwischen dem Tal des Waidmannsbachs und dem Kitzberg. Der Ort erstreckt sich bis zum Ortsteil Neusiedl und zur Rotte Ortmann, wo sich eine Papierfabrik befindet. Drei Viertel der Gemeindefläche sind von Wald bedeckt, während der Waidmannsbach als rechter Nebenfluss der Piesting durch das Gebiet fließt.
Die erste Kirche am Kirchbichl stammt aus dem 12. Jahrhundert und war dem Mariä Himmelfahrt geweiht. Waidmannsfeld und Neusiedl gehörten später zur Herrschaft Gutenstein. Im 16. Jahrhundert gab es sowohl lutherische Prediger als auch katholische Geistliche, bis die Pfarre Scheuchenstein vorübergehend eingegliedert wurde. Neusiedl entwickelte sich erst durch die Industrialisierung zu einem bedeutenden Ort, als eine Schwertfabrik zur Spinnerei umgewandelt wurde und später Papiermaschinen hinzukamen.
Heute prägen die katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt und die Filialkirche hl. Maria das Ortsbild. Bekannt ist Waidmannsfeld auch für seine Verbindung zur Papierindustrie, die durch die Fabrik in Ortmann geprägt wurde. Persönlichkeiten wie die Skirennläuferin Michaela Dorfmeister oder der Publizist Franz Rottensteiner stammen von hier. Ein beliebter Radweg führt durch die Gemeinde und verbindet historische und landschaftliche Reize.