Vincennes liegt im Südosten von Paris, eingebettet im Tal der Marne, und gehört zum Département Val-de-Marne in der Region Île-de-France. Die Stadt ist nahtlos mit der französischen Hauptstadt verwachsen und beherbergt das berühmte Schloss Vincennes sowie das Fort-Neuf. Mit dem Bois de Vincennes liegt ein großer Park in unmittelbarer Nähe, der zu Paris zählt.
Die Geschichte Vincennes ist eng mit seiner Burg verbunden, die im 12. Jahrhundert als königliches Jagdgebiet begann. König Ludwig VII. ließ dort eine Burg errichten, die später zu einer bedeutenden Residenz französischer Könige wurde. Im Mittelalter residierten hier mehrere Herrscher, und die Burg diente als Schauplatz wichtiger Ereignisse wie königlicher Hochzeiten und Friedensverträge. Später wurde Vincennes zum Standort einer Porzellanmanufaktur und einer Waffenschmiede, bevor es 1787 zur Stadt erklärt wurde. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Vincennes zu einer Garnisonsstadt, und die Eröffnung des Hippodroms sowie des Vélodroms prägten das kulturelle Leben.
Vincennes besticht durch seine historischen Bauwerke wie das Schloss, das als „Versailles des Mittelalters“ gilt, und das Fort-Neuf. Die Stadt war Schauplatz bedeutender historischer Ereignisse, darunter die Hinrichtung von Mata Hari im Ersten Weltkrieg. Zudem ist Vincennes Heimat des Centre historique des archives und beherbergt Persönlichkeiten wie den Astronauten Michel Tognini und den Schriftsteller Jacques Bainville. Städtepartnerschaften mit Orten wie Castrop-Rauxel und Tomar unterstreichen die internationale Verbindung der Stadt.