Sehenswürdigkeiten in Türkheim

Villa des ehemaligen Dominikanerinnenklosters
Villa des ehemaligen Dominikanerinnenklosters
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Türkheim liegt im schwäbischen Teil Bayerns, wo die Wertach durch das Gemeindegebiet fließt und die Landschaft zwischen Augsburg-Schwaben und Mittelschwaben prägt. Der Ort ist Teil des Naturparks Augsburg-Westliche Wälder und bildet mit seinen sieben Gemeindeteilen, darunter Irsingen und Berg, eine zusammenhängende Siedlung. Mit rund siebentausend Einwohnern ist es die größte Gemeinde in seiner Verwaltungsgemeinschaft und ein zentraler Ort in der Region.

Die Geschichte Türkheims reicht bis in die Mittelsteinzeit zurück, als Jäger und Sammler das Gebiet durchzogen. Später siedelten sich Kelten und Römer an, die eine Wallanlage auf dem Haldenberg errichteten und eine wichtige Straße von Augsburg nach Kempten anlegten. Nach den Alamannen und Franken wurde der Ort erstmals 1090 urkundlich erwähnt. Im Mittelalter wechselte Türkheim mehrfach die Herrschaft, bis es schließlich unter bayerische Kontrolle geriet. Im 17. Jahrhundert wurde es durch Herzog Maximilian Philipp zum Markt erhoben und entwickelte sich zu einem Zentrum des Kunsthandwerks.

Heute prägen historische Bauwerke wie die Pfarrkirche und das Kapuzinerkloster das Bild des Ortes. Ein Mahnmal erinnert an die Opfer des Außenlagers Kaufering VI, das während des Zweiten Weltkriegs hier bestand. Die Wirtschaft war lange von der Schuhindustrie geprägt, doch heute liegt der Fokus auf Bildung und Infrastruktur. Die Umgebung mit dem Naturpark und der Wertach lädt zu Spaziergängen ein und macht Türkheim zu einem Ort mit lebendiger Vergangenheit und Gegenwart.

📋 Zahlen & Fakten

Einwohner
7.525
Fläche
31,56 km²
Seehöhe
598 m
Bezirk
Landkreis Unterallgäu

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