Trakai liegt etwa 28 Kilometer westlich der litauischen Hauptstadt Vilnius in einer seenreichen Landschaft. Zwischen dem Galvesee, dem Lukasee und dem Totoriskessee erhebt sich die berühmte Wasserburg auf einer Insel. Mit über 200 Seen in der Umgebung ist die Region besonders wasserreich, der Galvesee gilt mit seiner Tiefe und seinen 21 Inseln als einer der markantesten.
Die Stadt blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Im Mittelalter war sie für einige Jahre Hauptstadt des Großfürstentums Litauen, bevor sie durch Kriege und Machtwechsel geprägt wurde. Urkundlich erstmals erwähnt wurde sie im 14. Jahrhundert, als die Region zwischen Litauern und Kreuzrittern umkämpft war. Später entwickelte sie sich zu einem kulturellen Zentrum mit einer eigenen Woiwodschaft.
Heute ist Trakai vor allem für seine mittelalterliche Architektur und seine multikulturelle Bevölkerung bekannt. Die Inselburg und die Halbinselburg prägen das Stadtbild und ziehen Besucher an. In der Altstadt sind historische Holzhäuser, eine karaimische Kenessa und die Basilika Mariä Heimsuchung sehenswert. Die Stadt feiert ihre Vergangenheit mit einem Mittelalter-Fest, bei dem Handwerker und Ritterkämpfe das Leben vergangener Zeiten lebendig werden lassen.