Tonbridge liegt im Süden Englands, in der Grafschaft Kent, etwa 45 Kilometer südöstlich der Hauptstadt London. Der Fluss Medway durchzieht die Stadt, die zum Verwaltungsbezirk Tonbridge and Malling gehört. Mit rund 36.000 Einwohnern ist sie eine der größeren Siedlungen der Region, wobei Tunbridge Wells die nächstgelegene größere Nachbarstadt ist.
Die Geschichte der Stadt reicht bis ins elfte Jahrhundert zurück, als Richard Fitzgilbert hier eine Burg errichtete, die später zum Namensgeber wurde. Ursprünglich hieß der Ort Tonebridge, wie eine Erwähnung im Domesday Book zeigt. Im zwölften Jahrhundert wurde die Stadt während einer Rebellion gegen den englischen König Wilhelm II. niedergebrannt. Wirtschaftlich prägte die Holzverarbeitung die Region, bekannt geworden durch die kunstvollen Einlegearbeiten unter dem Namen „Tunbridgeware“. Auch die Herstellung von Cricketbällen machte die Stadt überregional bekannt.
Heute ist Tonbridge vor allem für seine historische Burgruine und die verkehrsgünstige Lage an der Autobahn M25 sowie der Landstraße A21 bekannt. In der Umgebung finden sich bedeutende Bauwerke wie das Schloss Hever, einst Wohnsitz von Anne Boleyn, oder Bateman’s, das ehemalige Zuhause des Schriftstellers Rudyard Kipling. Die Stadt pflegt Partnerschaften mit Le Puy-en-Velay in Frankreich und Heusenstamm in Deutschland. Persönlichkeiten wie der Physiker Cecil Powell oder die Pilotin Pauline Gower haben hier ihre Spuren hinterlassen.