Tauberbischofsheim liegt im fränkischen Nordosten Baden-Württembergs und ist Kreisstadt des Main-Tauber-Kreises. Der Stadtkern befindet sich in einem breiten Talabschnitt der Tauber, wo der Brehmbach von links in den Fluss mündet. Die Gemarkung erstreckt sich über fast zwölf Kilometer entlang der Tauber und reicht bis zu sieben Kilometer auf die linken sowie viereinhalb Kilometer auf die rechten Randberge des Tals. Der höchste Punkt liegt an der Grenze zu Külsheim bei 372 Metern, der niedrigste am Tauberausfluss bei unter 168 Metern. Die Landschaft ist geprägt vom Mittleren Taubertal mit Muschelkalkböden, die teils von Löss überzogen sind und sich für Ackerbau eignen, während die Hänge dem Obst- und Weinbau dienen.
Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 772, doch bereits in fränkischer Zeit gab es hier eine Siedlung. Prägend war die Zugehörigkeit zu Kurmainz, das bis 1803 die Geschicke der Stadt bestimmte. Wirtschaftlich lebte Tauberbischofsheim lange von Handel und Handwerk, bevor sich im 20. Jahrhundert Industrie und Dienstleistungen ansiedelten. Seit 2026 trägt die Stadt den Beinamen Fechterstadt, da sie als Hochburg des Fechtsports gilt.
Die Kernstadt beherbergt sehenswerte Bauwerke wie die Barockkirche St. Martin und das historische Rathaus. In den Stadtteilen finden sich weitere Juwelen: In Distelhausen steht eine Barockkirche von Balthasar Neumann, und der St.-Wolfgangs-Ritt ist ein traditionelles Reiterfest. Hochhausen beeindruckt mit seiner Pankratiuskirche und einer malerischen Tauberbrücke. Die Umgebung bietet geschützte Naturlandschaften wie das Vogelschutzgebiet Heiden und Wälder Tauberland und das Naturschutzgebiet Brachenleite.