Světlá pod Ještědem liegt im Norden Tschechiens am Südhang des Jeschken im gleichnamigen Gebirge. Die Gemeinde umfasst neben dem Hauptort acht umliegende Dörfer, die im 19. Jahrhundert eingegliedert wurden. Der Name des Ortes prägte die Schriftstellerin Karolína Světlá, die hier ihr Pseudonym wählte und einige ihrer Werke ansiedelte.
Ursprünglich entstand das Dorf im 12. Jahrhundert als Jagdsitz und entwickelte sich später zu einem Marktort. Im 13. Jahrhundert verlor es sein Marktrecht an das benachbarte Český Dub, das zeitweise sogar den Namen Světlá trug. Die erste schriftliche Erwähnung des heutigen Ortes und seiner Kirche stammt aus dem 14. Jahrhundert. Nach den Hussitenkriegen gehörte Světlá verschiedenen Grundherren, bis es 1848 in den Besitz der Grundherrschaft Böhmisch-Aicha überging. Im 20. Jahrhundert wurde die deutschsprachige Bevölkerung vertrieben, und der Ort lebte vor allem von Landwirtschaft und Handel mit regionalen Erzeugnissen.
Heute prägen die barocke Nikolaus-Kirche mit ihrem erhaltenen Westturm und einer Statue der Schriftstellerin das Ortsbild. Karolína Světlá verbrachte hier wichtige Jahre ihres Lebens und verarbeitete die ländliche Umgebung in ihren Werken. Die ursprüngliche Bebauung mit Bauernhöfen und Dorfhäusern ist noch immer zu erkennen. Der Ort dient zudem als Ausgangspunkt für Wanderungen und ist als Sommerfrische bekannt.