Suraż liegt im Nordosten Polens, in der Region Podlachien, und wird vom Fluss Narew durchflossen. Als eine der kleinsten Städte des Landes ist es Verwaltungssitz einer gleichnamigen Gemeinde im Powiat Białystok. Die malerische Flusslage prägt das Ortsbild.
Die Geschichte des Ortes reicht bis ins 11. Jahrhundert zurück, als an den Narew-Ufern eine Burg entstand. König Władysław II Jagiełło übergab Suraż 1390 an den masowischen Herzog Janusz I. Die Burg wurde im 14. Jahrhundert zerstört, später wiederaufgebaut und im 17. Jahrhundert während des Schwedisch-Polnischen Krieges endgültig zerstört. 1445 erhielt Suraż Stadtrechte nach Magdeburger Recht und entwickelte sich zu einem wichtigen Handelszentrum mit polnischer, jüdischer und ruthenischer Bevölkerung.
Heute ist Suraż vor allem für seine historische Bedeutung bekannt. Die Stadt war einst Sitz eines Powiats und spielte eine Rolle im Januaraufstand gegen die russische Herrschaft. Nach schweren Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg und einem Bevölkerungsrückgang erholte sie sich nur langsam. Die umliegende Flusslandschaft und die Spuren der wechselvollen Geschichte machen den Ort zu einem besonderen Ziel in Podlachien.