Šumavské Hoštice liegt im Vorland des Böhmerwaldes auf einer Hochfläche, die von Bächen wie dem Šumavský potok und dem Cikánský potok durchzogen wird. Umgeben von bewaldeten Hügeln wie dem Mářský vrch oder dem Boubín, der mit seiner Höhe von über 1300 Metern das Landschaftsbild prägt, ist der Ort etwa acht Kilometer östlich von Vimperk entfernt. Die Gemeinde gliedert sich in mehrere Ortsteile, darunter Kosmo, Škarez 2.díl und Vojslavice, und ist Teil des Okres Prachatice in Südböhmen.
Erstmals erwähnt wurde der Ort im Jahr 1352 unter dem Namen Hoštice. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Herrschaft mehrfach, bis die Eggenberger und später die Fürsten von Schwarzenberg die Besitzungen vereinten. Eine Schule nahm 1787 ihren Betrieb auf, und das Dorf entwickelte sich zu einem lokalen Zentrum mit eigener Kirche und Mühle. Nach der Aufhebung der Patrimonialherrschaften wurde Hoštice 1850 zur eigenständigen Gemeinde mit mehreren Ortsteilen.
Besonders geprägt ist der Ort durch seine barocke Kirche der Apostel Jakobus und Philippus, die im 18. Jahrhundert anstelle eines Vorgängerbaus entstand. Ein weiteres markantes Bauwerk ist das denkmalgeschützte Gasthaus im böhmischen Bauernbarockstil. Dazu kommen ein ummauerter Friedhof, mehrere Kapellen in den Ortsteilen und traditionelle Bildstöcke, die das kulturelle Erbe widerspiegeln. Das Gemeindeleben wird durch ein Kulturhaus, eine Grundschule und ein Kindergarten bereichert.