Sulechów liegt in der Woiwodschaft Lebus, etwa sechs Kilometer nördlich des Oderknies, wo der Fluss seine Richtung nach Westen ändert. Die Stadt ist ein Knotenpunkt zweier wichtiger Landesstraßen und nur etwa fünfzehn Kilometer von Zielona Góra entfernt.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis ins vierte Jahrhundert zurück, doch die eigentliche Stadtgründung erfolgte um 1250 durch schlesische Herzöge. Nach wechselnder Zugehörigkeit zu Polen, Schlesien und Brandenburg wurde Sulechów 1482 Teil der Mark Brandenburg. Im 16. Jahrhundert entwickelte sich die Textilindustrie durch Zuwanderer aus Franken und Flandern, während Kriege und Brände die Entwicklung immer wieder unterbrachen. Im 18. Jahrhundert wurde die Stadt Garnisonsstadt und erhielt mit den Steinbart’schen Anstalten eine bedeutende Bildungseinrichtung.
Heute prägen historische Bauwerke wie das spätklassizistische Schloss mit seiner barocken Kapelle das Stadtbild. Das Rathaus, die spätgotische Heilig-Kreuz-Kirche und die neugotische Stanisław-Kostka-Kirche zeugen von der wechselvollen Geschichte. Teile der mittelalterlichen Stadtmauer und das barocke Crossener Tor sind erhalten. Die Stadt ist zudem ein Verkehrsknotenpunkt mit einem Bahnhof an der Strecke Guben–Zbąszynek und Partnerstädten wie Neuruppin in Deutschland.