St. Martin liegt im nördlichen Niederösterreich, genauer im Waldviertel, und ist eine Marktgemeinde mit ausgedehnten Wäldern. Fast sechzig Prozent der Fläche sind von Wald bedeckt, während die restlichen Gebiete landwirtschaftlich genutzt werden. Die Gemeinde umfasst dreizehn Ortschaften, darunter Langfeld und Harmannschlag, die erst in den frühen siebziger Jahren eingemeindet wurden.
Die Geschichte des Ortes reicht nicht weit zurück, doch 1986 erhielt St. Martin das Marktrecht. Zuvor war es Teil kleinerer Gemeinden, deren Spuren sich in den heutigen Katastralgemeinden finden. Wirtschaftlich spielt die Land- und Forstwirtschaft eine wichtige Rolle, wobei nur wenige Betriebe im Haupterwerb geführt werden. Daneben gibt es einige Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe, die vor allem im sozialen Bereich und Handel tätig sind.
Besonders sehenswert sind die beiden katholischen Pfarrkirchen, die dem heiligen Martin und dem heiligen Wenzel geweiht sind. Die Gemeinde ist verkehrlich gut angebunden, etwa durch die Waldviertelbahn, die heute vor allem nostalgische Zugfahrten anbietet. Persönlichkeiten wie der Fußballspieler Robert Sara oder der Marketing-Professor Hartmut Holzmüller stammen aus der Region. Ein grünes Wappen mit Schwert und Ähren sowie ein roter Ring im unteren Feld symbolisieren die Verbindung von Landwirtschaft und lokaler Geschichte.