Soltau liegt mitten in der Lüneburger Heide, wo die Flüsse Böhme und Soltau zusammenfließen. Die Stadt ist als Mittelzentrum ausgewiesen und etwa gleich weit von Bremen, Hamburg und Hannover entfernt. Bekannt ist sie vor allem durch touristische Highlights wie den Heide-Park und die Soltau-Therme.
Erste Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Jungsteinzeit zurück, doch als Ort wurde Soltau vermutlich um 830 mit einer hölzernen Kirche gegründet. Urkundlich taucht der Name 936 als „Curtis Salta“ auf, was auf einen Hof an der Salzaue hindeutet. Im Mittelalter entwickelte sich Soltau von einem Dorf zu einer befestigten Siedlung, erhielt 1388 das Stadtrecht und wurde im 15. Jahrhundert Teil des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg. Mehrfach wurde die Stadt durch Brände und Kriege zerstört, darunter im Dreißigjährigen Krieg fast vollständig.
Heute prägen moderne Attraktionen wie Freizeitparks und Thermen das Bild, doch historische Spuren bleiben erhalten. Dazu gehören das Alte Rathaus, die St.-Johannis-Kirche und das Mahnmal für die Opfer eines Verbrechens kurz vor Kriegsende 1945. Die Stadt verbindet damit ihre bewegte Geschichte mit einer lebendigen Gegenwart.