Słubice liegt im Westen Polens direkt an der Oder, dort wo das Flussufer den Übergang nach Deutschland markiert. Die Stadt entstand aus einem alten slawischen Ort namens Zliwice, der später in Słubice umbenannt wurde. Mit ihren heutigen Grenzen ist sie eine vergleichsweise junge Stadt, die sich vor allem als Grenzstadt zwischen Polen und Deutschland versteht.
Ursprünglich gehörte das Gebiet als Dammvorstadt zu Frankfurt an der Oder, bis es nach dem Zweiten Weltkrieg durch die Potsdamer Konferenz abgetrennt und polnisch verwaltet wurde. Damals lebten dort fast nur noch Deutsche, doch die polnische Verwaltung trieb deren Ausweisung voran und baute eine eigene Stadt auf. Die ersten polnischen Bewohner trafen ein, Straßen erhielten neue Namen und ein Rathaus wurde eingerichtet. Nach und nach entwickelte sich Słubice zu einem eigenständigen Ort mit polnischer Verwaltung.
Heute ist die Stadt vor allem durch ihre Lage an wichtigen Verkehrswegen bekannt. Die Autobahn A2 führt direkt zum Grenzübergang, und seit 2003 gibt es einen eigenen Bahnhof. Ein markantes Gebäude ist das Collegium Polonicum, das als polnisch-deutsches Wissenschaftszentrum dient. Beliebte Treffpunkte sind der „Basar“, ein großer Markt für Grenztouristen, und die „Zigarettenstraße“, wo sich Geschäfte und Lokale konzentrieren. Die Stadt verbindet damit Geschichte und Gegenwart zwischen zwei Ländern.