Sedan liegt im Nordosten Frankreichs, nahe der belgischen Grenze, an den Ufern der Maas und am parallel verlaufenden Maas-Kanal. Die Stadt ist von bewaldeten Hügeln der Ardennen umgeben, die ihr eine malerische Lage verleihen.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Sedan im Jahr 997, als Kaiser Otto III. Besitz in „villa Sedensi“ bestätigte. Im 15. Jahrhundert entwickelte sich der Ort durch den Bau einer befestigten Burg zu einer Stadt, die später sogar Hauptstadt eines selbstständigen Fürstentums wurde. Dieses bot protestantischen Flüchtlingen während der Hugenottenkriege Schutz. Nach der Niederlage in der Schlacht von La Marfée musste der letzte Fürst das Gebiet 1642 an Frankreich abtreten.
Bekannt ist Sedan vor allem für seine imposante Burg, die zu den größten Festungsanlagen Europas zählt. Die Synagoge aus dem Jahr 1878 steht unter Denkmalschutz. Die Stadt war Schauplatz zweier bedeutender Schlachten, 1870 und 1940, die jeweils das Ende französischer Kaiserreiche markierten. Persönlichkeiten wie der Marschall Turenne oder der Theologe Yves Congar prägten die Geschichte der Region. Heute verbindet Sedan eine Städtepartnerschaft mit Eisenach in Deutschland.