Schwoich liegt im Tiroler Unterland, etwa fünf Kilometer südlich von Kufstein, auf einem Hochplateau am rechten Ufer des Inns. Das Gemeindegebiet reicht vom Flussufer bis zu den Ausläufern des Wilden Kaisers und umfasst Wälder, Wiesen und den Häringer Wasserfall. Die Landschaft ist geprägt von moosigen Böden, die nicht nur die Heidelbeerbestände fördern, sondern auch den Namen des Ortes erklären.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Schwoich Mitte des 12. Jahrhunderts als „Sevvevhen“, wobei spätere Schreibweisen wie „Swiuch“ oder „Schweng“ auf den feuchten Untergrund hinweisen. Die Gemeinde war lange landwirtschaftlich geprägt, doch bereits im 19. Jahrhundert begann hier die Zementherstellung, die bis heute im Wappen mit einem Brennofen symbolisiert wird. Franz Kink gilt als Pionier dieser Industrie, die Schwoich zu einer der Geburtsstätten der österreichischen Zementproduktion machte.
Heute ist Schwoich vor allem als Erholungsort bekannt, der Wanderern, Mountainbikern und Wintersportlern ein breites Angebot bietet. Die barocke Pfarrkirche mit ihrem mittelalterlichen Turm und die Locherer Kapelle aus dem 18. Jahrhundert prägen das Ortsbild. Die Musikkapelle und lokale Vereine wie der FC Schwoich oder der TC Schwoich bereichern das kulturelle Leben. Die Nähe zu Kufstein macht die Gemeinde auch zu einer beliebten Wohngegend für Pendler.