Schweich liegt im moselfränkischen Dialektraum an der Mittelmosel, umgeben vom Meulenwald und durchzogen von Mosel und ihren Nebenflüssen wie dem Quintbach und dem Merzbach. Die Stadt ist Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde Schweich an der Römischen Weinstraße und umfasst den Stadtteil Issel. Mit dem Rothenberg zwischen Schweich-Issel und Trier-Quint prägt ein markanter Hügel das Landschaftsbild.
Erste Spuren reichen bis in römische Zeit zurück, als eine Villa mit einem Venus-Mosaik entstand. Urkundlich erstmals 721 als Soiacum erwähnt, gehörte der Ort später zum Kloster Prüm, das hier einen Verwaltungssitz errichtete. Im Mittelalter sicherten die Quintburg und eine Wallburg die Region, während Schweich als Schultheißerei im kurtrierischen Amt Pfalzel diente.
Heute ist Schweich vor allem durch den Fährturm am Mosel-Yachthafen bekannt, der einst einen wichtigen Moselübergang markierte. Das Kulturzentrum im restaurierten Niederprümer Hof erinnert an die römische Vergangenheit, während die Pfarrkirche St. Martin und die Synagoge die religiöse Vielfalt zeigen. Ein besonderes Wahrzeichen war der 1799 gepflanzte Trompetenbaum, der 2012 durch eine künstlerische Nachbildung ersetzt wurde.