Schwarzenfeld liegt im Norden der Oberpfalz, wo Naab und Schwarzach zusammenfließen und das Oberpfälzer Seenland beginnen. Der Miesberg mit seiner Dreifaltigkeitskirche und dem Passionistenkloster prägt das Ortsbild, während der Naabdurchbruch mit der Naabinsel und der Schwarzachmündung die Landschaft gliedert. Der Dachsberg zeigt Ausläufer des Pfahls, eines langen Quarzfelsen-Zugs Richtung Bayerischer Wald. Der geographische Mittelpunkt der Oberpfalz befindet sich nahe dem Ortsteil Frotzersricht.
Erstmals taucht der Ort 1015 in einer Bamberger Schenkungsurkunde auf, damals noch unter dem Namen „Suarzinvelt“. Im Lauf der Jahrhunderte wechselte die Schreibweise mehrfach, bis sich der heutige Name durchsetzte. Schwarzenfeld gehörte lange zum Rentamt Amberg und erhielt 1890 das Marktrecht. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Ort zum Schauplatz tragischer Ereignisse, als ein KZ-Transportzug hier angegriffen wurde und zahlreiche Häftlinge starben.
Besonders auffällig ist die Miesbergkirche mit ihrem markanten Turm, umgeben von einem Kreuzweg und der St.-Barbara-Aussichtskanzel. Das Schloss Schwarzenfeld und die Marienkirche prägen das Ortszentrum, während die Christuskirche die protestantische Gemeinde repräsentiert. Die Keramischen Betriebe Buchtal, heute ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, entstanden in den 1930er Jahren. Regelmäßige Partnerschaften und ein neuer Sportpark zeigen die lebendige Gemeinschaft.