Schnaittach liegt im Schnaittachtal, einem Nebenfluss der Pegnitz, und ist umgeben von der Frankenalb. Der Ort erstreckt sich westlich des Rothenbergs und grenzt an den Veldensteiner Forst sowie den Nürnberger Reichswald. Der Untergrund besteht aus Sandstein, Lehm oder Kalkstein, der in der Umgebung abgebaut wird. Die Gemarkung Schnaittach umfasst zahlreiche Flurstücke und ist Teil eines größeren Gemeindegebiets mit mehreren Gemeindeteilen.
Erstmals erwähnt wurde Schnaittach im Jahr 1011, als Kaiser Heinrich II. den Ort dem Bistum Bamberg schenkte. Der Name deutet auf eine frühe Besiedlung aus der Oberpfalz hin. Im Mittelalter entstand hier eine Burg auf dem Rothenberg, die zur Herrschaft Rothenberg wurde. Schnaittach entwickelte sich zu einem wichtigen Ort dieser Herrschaft, die später von Raubrittern geprägt war. Nach wechselnden Besitzverhältnissen kam der Ort schließlich zu Bayern.
Schnaittach ist geprägt von seiner katholischen Tradition, die auf die Gegenreformation zurückgeht. Die Pfarrkirche St. Kunigund und die Christuskirche prägen das Ortsbild. Besonders bekannt ist der Ort für seine jüdische Geschichte, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht. Heute erinnern drei jüdische Friedhöfe und eine ehemalige Synagoge an diese Zeit. Die Synagoge beherbergt seit 1990 ein Jüdisches Museum. Zudem gibt es traditionelle Feste wie die Kirchweih in Großbellhofen.