Schlitters liegt als Haufendorf im vorderen Zillertal auf einem Murkegel, der vom Öxlbach geformt wurde. Der Ortsteil Schlitterberg befindet sich etwa 400 Meter höher und ist von Rotholz im Inntal aus erreichbar. Die östliche Grenze bildet der Ziller, während das Gelände im Westen bis auf über 1700 Meter ansteigt. Die Gemeinde umfasst etwa zehn Quadratkilometer, wobei mehr als die Hälfte bewaldet ist und ein Drittel landwirtschaftlich genutzt wird.
Der Name Schlitters geht auf eine vorrömische Besiedlung zurück und wurde erstmals 931 urkundlich erwähnt, als der Erzbischof von Salzburg Besitzungen an die Edlen von Schlitters übergab. Eine dem hl. Martin geweihte Kirche ist seit 1330 nachweisbar, eine weitere dem hl. Severin geweihte Kirche entstand um 1500. Im 15. Jahrhundert brachte der Silber- und Kupferabbau Wohlstand, und 1470 entstand der Schlitterer See als Fischteich, der heute als Badesee genutzt wird. Im 19. Jahrhundert legten Folklore-Sänger mit Auftritten in den USA den Grundstein für den Fremdenverkehr im Zillertal.
Die katholische Pfarrkirche ist dem hl. Martin geweiht, und die Margreiterkapelle zählt zu den Sehenswürdigkeiten. Der Ort lebt heute von intensiver Landwirtschaft am Talboden sowie von Gewerbebetrieben. Über siebzig Prozent der Arbeitsplätze entfallen auf den Dienstleistungssektor, insbesondere Handel und Tourismus. Persönlichkeiten wie der Maler Michael Rieser oder der Bildhauer Albin Moroder stammen aus Schlitters. Das Gemeindewappen zeigt einen silbernen Schlitten auf rotem Grund, ein Hinweis auf das Siegel der Ritter von Schlitters aus dem 13. Jahrhundert.