Rovečné liegt in einer sanften Talmulde der Böhmisch-Mährischen Höhe, durch die der Tresný potok fließt. Das mährische Dorf befindet sich südlich der alten Grenze zwischen Mähren und Böhmen und ist von bewaldeten Hügeln umgeben. Im Norden erhebt sich der Kamenec, im Südosten der Dolní kopec, westlich der Bukovec und im Nordwesten der Horní les, der mit 774 Metern die höchste Erhebung in der Umgebung bildet. Nachbarorte sind unter anderem Nyklovice im Norden und Bolešín im Süden.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Rovečné im Jahr 1335, als es in den Besitz des Augustinerinnenklosters Doubravník gelangte. Nach der Zerstörung des Klosters durch die Hussiten fiel der Ort an die Herren von Pernstein zurück. Im 16. Jahrhundert wurde Rovečné Teil der Herrschaft Kunstadt und blieb bis 1848 mit ihr verbunden. Nach dem Toleranzpatent von 1781 entstand ein evangelisches Bethaus und ein Friedhof, später folgten eine evangelische Schule und ein eigenes Pfarramt. Die Gemeinde entwickelte sich zu einem Zentrum des evangelischen Lebens in der Region.
Das Ortsbild prägen eine barocke Kirche des Heiligen Martin aus dem Jahr 1721 und eine evangelische Kirche, die 1898 anstelle eines älteren Bethauses errichtet wurde. Auf dem Dorfplatz erinnert ein Denkmal an die Opfer des Ersten Weltkriegs mit einer Büste von Tomáš Garrigue Masaryk. Der Horní les bietet mit einem Aussichtsturm einen weiten Blick über die Landschaft. Aus Rovečné stammen der bekannte Entomologe Antonín Fleischer und seine Schwester, die Schriftstellerin und Pazifistin Jindřiška Wurmová.