Römhild liegt im Süden Thüringens, eingebettet zwischen den markanten Gleichbergen und nahe der Grenze zu Bayern. Die Stadt gehört zur Region Grabfeld und wird vom Fluss Milz durchzogen, der Teil des größeren Flusssystems von Main und Rhein ist. Nur ein Ortsteil liegt auf der Wasserscheide zur Werra. Die Landschaft ist von fränkischem Einfluss geprägt, und ein historischer Wanderweg führt durch die Umgebung.
Die Wurzeln der Stadt reichen weit zurück: Schon vor über 4500 Jahren war die Gegend besiedelt, und die Kelten hinterließen mit einem großen Oppidum auf der Steinsburg deutliche Spuren. Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem zweiten Jahrhundert nach Christus, als Ptolemäus den Ort als keltisches Oppidum bezeichnete. Im Mittelalter wurde Römhild unter dem Namen „Rotmulte“ bekannt, was auf die rötliche Erde in der Region hinweist. Die Grafen von Henneberg prägten hier die Geschichte, errichteten die Hartenburg und machten den Ort zu einer Residenzstadt.
Heute ist Römhild vor allem für seine traditionelle Töpferei bekannt, die seit Jahrhunderten betrieben wird. Die Stadt überstand zahlreiche Brände und Kriege, darunter verheerende Stadtbrände und die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs. Historische Bauwerke wie die Stiftskirche St. Marien und St. Johannis oder das erhaltene Hummelshaus zeugen von der Vergangenheit. Ein besonderes Ereignis ist das Internationale Keramiksymposium, das seit 2008 wieder regelmäßig stattfindet und die Verbindung zur Keramiktradition stärkt.