Remedello liegt in der Lombardei, etwa dreißig Kilometer von Brescia entfernt, und gehört zur gleichnamigen Provinz. Die Gemeinde grenzt direkt an die Provinz Mantua, wobei der Fluss Chiese teilweise die Grenze bildet. Mit seinen wenigen tausend Einwohnern ist es ein überschaubarer Ort in Norditalien.
Erstmals trat Remedello in den Fokus, als dort 1885 ein bedeutendes Gräberfeld aus der Kupfersteinzeit entdeckt wurde. Dieses Fundstück gab einer ganzen archäologischen Kultur den Namen, der Remedello-Kultur. Die reichen Grabbeigaben zeugen von einer frühen, kulturell hochstehenden Bevölkerung. Heute beherbergt das örtliche Museum Teile dieser Funde.
Ein weiteres Merkmal ist die Eisenbahnanbindung: In Remedello Sopra und Remedello Sotto gibt es Bahnhöfe an der Strecke zwischen Parma und Brescia. Bekannt ist der Ort auch als Sterbeort des Priesters Giovanni Battista Piamarta, der hier 1913 verstarb. Die Verbindung von Geschichte, Archäologie und Infrastruktur prägt das Bild des kleinen lombardischen Gemeinwesens.