Ratten liegt im oberen Feistritztal, eingebettet zwischen Pretulalpe und Joglland. Die Gemeinde erstreckt sich über eine Höhe von 740 bis 1656 Metern und ist von Wäldern und Almen geprägt. Ein Drittel des Gebiets wird landwirtschaftlich genutzt, während mehr als die Hälfte aus Wald besteht.
Erstmals erwähnt wurde der Ort im Jahr 1340 unter dem Namen „in der Roeten“. Nach der Aufhebung der Grundherrschaften 1848 entstand die Ortsgemeinde als eigenständige Körperschaft. Prägend war der Bergbau, der bis 1960 betrieben wurde und bis heute im Museum „Bergbau Ratten“ dokumentiert ist. Ein tragisches Ereignis war 1944 der Abschuss eines amerikanischen Bombers durch deutsche Jagdflugzeuge.
Heute ist Ratten vor allem als Urlaubs- und Erholungsort bekannt. Der Windpark auf der Rattener Alm zählt zu den größten in hochalpiner Lage. Sehenswürdigkeiten wie die Pfarrkirche zum hl. Nikolaus und die Rosenkranzkapelle aus dem 17. Jahrhundert prägen das Ortsbild. Persönlichkeiten wie der ehemalige Bischof Franz Anton Gindl oder die Musikerin Erich Buchebner stammen aus Ratten.