Prangins liegt im Schweizer Kanton Waadt, etwa anderthalb Kilometer nordöstlich von Nyon, auf einer Geländeterrasse zwischen Genfersee und Jurahügeln. Die Gemeinde erstreckt sich vom Seeufer über flache Uferstreifen bis zu einer Höhe von 414 Metern über dem Meer, wobei der höchste Punkt bei 432 Metern am Fuß des Hügels von Duillier liegt. Der Genfersee bildet die südwestliche Grenze, während die Promenthouse im Nordosten mit ihrem Schwemmkegel in den See mündet. Zu Prangins gehören die Siedlung Bénex und der Weiler Promenthoux.
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahr 1140 unter dem Namen Prengiaco. Im Mittelalter war Prangins Sitz einer bedeutenden Herrschaft, die sich vom Pays de Gex bis nach Mont-sur-Rolle erstreckte, bevor sie 1293 an Savoyen fiel. Nach der bernischen Eroberung der Waadt 1536 gehörte das Dorf zur Vogtei Nyon. In der Helvetik war es kurzzeitig Teil des Kantons Léman, bevor es 1803 im Kanton Waadt aufging. Der letzte Kaiser von Österreich-Ungarn, Karl I., lebte hier im Exil.
Prangins ist bekannt für sein Schloss, das 1732 bis 1739 anstelle einer mittelalterlichen Burg errichtet wurde und seit 1998 eine Außenstelle des Schweizerischen Nationalmuseums beherbergt. Die reformierte Pfarrkirche stammt aus dem 18. Jahrhundert, und im Ortskern sind historische Bauern- und Bürgerhäuser erhalten. Die Gemeinde erhielt 2021 den Wakker-Preis für ihre Ortsbildpflege. Persönlichkeiten wie der Bankier Louis Guiguer de Prangins oder der Filmregisseur Jacques Feyder prägten den Ort.