Pauillac liegt auf der Médoc-Halbinsel an der Gironde, einem breiten Ästuar, und ist von Weinbergen umgeben. Die Stadt grenzt im Norden an Saint-Estèphe und im Süden an Saint-Julien-Beychevelle, beide bekannte Weinbaugemeinden. Mit etwa fünf Quadratkilometern Fläche zählt sie rund fünfzehntausend Hektar, wovon fast vierzig Prozent für den Weinbau genutzt werden.
Erstmals erwähnt wird Pauillac als Hafenort, der seit dem 19. Jahrhundert eine wichtige Rolle für den Schiffsverkehr spielte. Einst diente der Hafen dem Passagierverkehr nach Südamerika und zu den Antillen, später wurde er zum Umschlagplatz für Erdöl und heute für Flugzeugteile des Airbus A380. Die einstige Raffinerie am Hafen wurde geschlossen, doch der Hafen bleibt ein zentraler Wirtschaftsstandort.
Bekannt ist Pauillac vor allem für seine Weine, die zu den kräftigsten des Médoc gehören. Drei der fünf berühmten Premier-Cru-Weingüter des Médoc liegen hier: Lafite-Rothschild, Latour und Mouton-Rothschild. Die Stadt veranstaltet jährlich den Médoc-Marathon, der durch die Weinberge führt und bei dem die Teilnehmer mit Wein verpflegt werden. Ein Filmfestival und eine von griechischer Kunst inspirierte Kirche mit historischem Schiff im Inneren prägen das kulturelle Bild.