Oulu liegt an der Mündung des Flusses Oulujoki in den Bottnischen Meerbusen im Westen Finnlands. Die Stadt erstreckt sich über eine Fläche von rund 450 Quadratkilometern, wobei etwa ein Fünftel davon aus Wasserflächen besteht. Mit ihrer Lage im Norden des Landes ist sie die nördlichste Großstadt der Europäischen Union.
Die Stadt wurde 1605 vom schwedischen König Karl IX. gegründet und erhielt bereits fünf Jahre später Stadtrechte. Zuvor gab es an dieser Stelle eine schwedische Burg zum Schutz gegen Nowgorod. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Oulu zu einem wichtigen Hafen für den Export von Holzteer, der über den Fluss transportiert wurde. Später prägten industrielle Entwicklungen wie die Papierherstellung und die Eröffnung der Universität die Stadt.
Oulu ist heute bekannt für seine lebendige Kultur, darunter die jährliche Luftgitarren-Weltmeisterschaft und das Rockfestival Qstock. Historische Bauwerke wie der Dom und das Rathaus zeugen von der Vergangenheit, während moderne Technologiefirmen die Stadt als Wirtschaftszentrum im Norden Finnlands prägen. Die Umgebung bietet mit dem Freilichtmuseum Turkansaari und dem Ainola Park Einblicke in die regionale Geschichte und Natur.